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«Nicht angemessen»: Guttenberg gesteht Fehler beim Luftangriff

Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat seine Einschätzung des folgenschweren Luftangriffs auf zwei Tanklaster Anfang September in Afghanistan korrigiert.

Der Angriff sei «militärisch nicht angemessen» gewesen, sagte Guttenberg am Donnerstag in Berlin. Aus heutiger Sicht und in Kenntnis der inzwischen aufgetauchten Berichte halte er die Bombardierung der beiden entführten Tanklaster nicht länger für militärisch angemessen, sagte der CSU-Politiker in der Bundestagsdebatte über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes.

Dies gelte, obwohl der damals kommandierende Oberst Georg Klein zweifellos nach bestem Wissen und Gewissen und zum Schutze seiner Soldaten gehandelt habe. Er werde Klein nicht fallenlassen.

Der Minister hatte den Angriff ursprünglich gerechtfertigt. Bei der Attacke auf zwei Tanklastwagen am 4. September waren bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen – darunter auch viele Zivilisten, was von der Bundeswehr zunächst bestritten worden war. Der frühere Verteidigungsminister trat später wegen der Informationspolitik zurück. (raa/sda/)

Erstellt: 03.12.2009, 18:16 Uhr

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