Ausland

Oslo wartet auf Obama

Aktualisiert am 09.12.2009

Morgen reist der amerikanische Präsident in die norwegische Hauptstadt, um den Friedensnobelpreis entgegen zu nehmen – und Oslo rüstet dafür auf, wie selten zuvor.

1/11 Ganz Oslo zeugt von der baldigen Ankunft Barack Obamas: Karsten Madsen ist aus Bergen angereist, um sein Idol zu empfangen.
Bild: Keystone

   

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Oslo wartet auf Obama



Quelle: Reuters

Die Norweger bereiten sich auf den Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama vor, der am Donnerstag in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen nimmt. Die Verleihung findet stets am Todestag des Stifters Alfred Nobel statt, der am 10. Dezember 1896 starb.

Die Sicherheitskräfte haben mehrere Strassen in der Innenstadt von Oslo mit Zäunen abgesperrt, wie verschiedene Medien schreiben. Rund um das Grand Hotel, in dem Obama nächtigen wird, sind Leibwächter platziert. Wenig erfreut dürften die Planer über jene norwegischen Zeitungen sein, die ihren Lesern Belohnungen für ein Bild des hohen Gastes anbieten – und ihnen dazu gleich noch die meist versprechenden Aussichtspunkte angeben.

Verspätungen am Flughafen

Über dem Flughafen von Oslo kreisten derweil zwei Helikopter der amerikanischen Marine. Norwegische Medien spekulierten darum, dass Obama wohl per Helikopter am Flughafen abgeholt und direkt in die Innenstadt geflogen werde. Dort wird er um 13 Uhr zur Zeremonie erwartet. Alternativ werde die Autobahn nach Oslo abgesperrt.

Auch am Flughafen erwartet man einen turbulenten Tag: Obama werde wohl ziemlich genau zum Stossverkehr am Morgen in Oslo eintreffen, sagte der Flughafensprecher gegenüber Journalisten. Er empfehle Reisenden, viel Zeit einzuplanen.

Treffen mit dem König abgesagt

Obama hat die Norweger verärgert, als er kurzfristig das traditionell für den Friedensnobelpreisträger vorgesehene Mittagessen mit König Harald abgesagt hat. Der amerikanische Präsident begründete dies mit seinem prall gefüllten Terminkalender, der ein Treffen nicht zulasse.

Auch die Entscheidung des norwegischen Nobelpreiskomitees im Oktober für Obama war nicht unumstritten. Das Komitee würdigt Obama für dessen Vision von einer Welt ohne Atomwaffen und dessen Einsatz zur Stärkung der internationalen Diplomatie. Kritiker bemängeln, dass Obama, der noch nicht einmal ein Jahr im Amt ist, sich die weltweit renommierteste Auszeichnung noch nicht verdient habe.

In Stockholm werden am späten Nachmittag die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie, Wirtschaft und Literatur übergeben. Die Preise sind jeweils mit zehn Millionen Kronen (1,09 Millionen Euro) dotiert. (oku)

Erstellt: 09.12.2009, 22:40 Uhr

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