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Paris fehlen 40 Milliarden Euro

Aktualisiert am 02.07.2012 67 Kommentare

Auf Präsident François Hollande kommen schwierige Entscheide zu: Die französische Regierung muss in diesem und nächstem Jahr ein Budgetloch von rund 40 Milliarden Euro stopfen.

Angespannte Finanzlage: François Hollande, hier in Brüssel. (29. Juni 2012)

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Bild: AFP

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François Hollande: Frankreichs neuer Präsident vereidigt

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Am Dienstag, 15. Mai 2012, tritt der neue französische Präsident François Holland offiziell sein Amt an.

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Der französische Rechnungshof kommt zum Schluss, dass bis Ende 2013 rund 40 Milliarden Euro in der Staatskasse fehlen. Gemäss dem heute vorgelegten Bericht zum Zustand der Staatsfinanzen fehlen für dieses Jahr im Budget noch 6 bis 10 Milliarden Euro. Im nächsten Jahr ist die Lücke mit 33 Milliarden Euro mehr als dreimal so gross.

Der Rechnungshof hält es für «möglich», die nötige Summe zusammenzubekommen. Dafür sei eine ähnliche Anstrengung nötig wie in den 90er-Jahren vor der Einführung des Euro.

Die Regierung hält trotz eines Wachstums, das Finanzminister Pierre Moscovici am Wochenende auf 0,4 Prozent nach unten korrigierte, am Defizitziel von 4,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) in diesem Jahr fest. Im nächsten Jahr will die Regierung das Budgetdefizit auf die EU-Vorgabe von drei Prozent zurückfahren.

Höhere Steuern

Dieses Ziel ist laut Rechnungshof nur mit einer Steuererhöhung zu erreichen. Die Rechnungsprüfer nannten eine zumindest vorübergehende Erhöhung der Mehrwertsteuer oder der allgemeinen Sozialsteuer (CSG) als Möglichkeiten.

Die Regierung will die vom konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy eingeführte Mehrwertsteuererhöhung eigentlich wieder rückgängig machen. Eine Erhöhung einer der beiden Steuern sei «nur schwer vermeidbar», heisst es im Bericht des Rechnungshofes.

Bereits Ausgabenkürzungen vorgeschrieben

Der neue französische Präsident François Hollande hatte den Rechnungshof bei seinem Amtsantritt um einen Kassensturz gebeten. Am Mittwoch soll die Regierung einen Nachtragshaushalt für 2012 vorlegen, der den Zahlen Rechnung trägt.

Regierungschef Jean-Marc Ayrault schrieb den Ministerien in der vergangenen Woche bereits Ausgabenkürzungen von insgesamt 15 Prozent bis Ende 2014 vor. Auf Einnahmenseite soll unter anderem eine Reichensteuer von 75 Prozent für Einkommen über eine Million Euro Geld in die Kasse bringen. (rub/sda)

Erstellt: 02.07.2012, 11:58 Uhr

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67 Kommentare

Hans Scheiber

02.07.2012, 12:47 Uhr
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Auch Hollande merkt,dass es keine Patentlösung gibt,indem man das Rentenalter heruntersetzt und gleichzeitig ein ausgeglichenes Budget hinkriegt.Als Sozialist spekuliert er jetzt schon auf einen"Bailout"durch die EZB und den IWF.Frau Lagarde wird dazu sicher gerne behilflich sein, als kleiner Liebesdienst an ihrem Land,welches ihr zum gutbezahlten,beruflichen Quantensprung verholfen hat. Antworten


Hans Georg Lips

02.07.2012, 12:56 Uhr
Melden 95 Empfehlung 0

Jim Rogers zu den EU-Tricks:Die Leute sollten aufhören Geld auszugeben, das sie nicht haben.Das sollte man allen Sozialisten, auch den Levrats, in Grossbuchstaben immer vor den Kopf halten.Holande macht jetzt die Schraube rückwärts und wird mehr Funktionäre entlassen müssen als Sarkozy.Kurz, er hat alle getäuscht auf Sozialistenart.2,5% sind 125'000, pro Jahr. Antworten



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