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Ratzinger stoppte Entlassung eines pädophilen Priesters
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Kirchendokumente zeigen, dass Kardinal Joseph Ratzinger, bevor er Papst wurde, sich der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters in Kalifornien widersetzte. Das Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP zugänglich gemacht wurde, ist Teil einer längeren Korrespondenz zwischen der Diözese von Oakland und dem Vatikan über eine mögliche Entfernung des betreffenden Priesters aus dem Amt.
Der Vatikan hat die Unterschrift Ratzingers in dem Brief bestätigt, lehnte aber jede weitere Stellungnahme ab. Der Vatikan hat stets erklärt, Kardinal Ratzinger habe sich während seiner Zeit als Leiter der Glaubenskongregation niemals der Amtsenthebung eines phädophilen Priesters widersetzt.
Anti-Missbrauchsrichtlinien des Vatikan bald im Internet
Derweil berichtet die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Freitag unter Berufung auf Vatikankreise, dass das Zentrum der katholischen Kirche seine Richtlinien zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch im Internet veröffentlichen will. Die Richtlinien sollten am Montag auf der Website des Vatikan abrufbar sein.
Demnach soll auch ein Brief von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht werden, den dieser im vergangenen Monat an die von einem Missbrauchsskandal erschütterten Katholiken in Irland geschrieben habe. Der Vatikan nahm zu den Angaben zunächst nicht Stellung.
Dekret von Johannes Paul II.
Der Umgang mit pädophilen Geistlichen in der katholischen Kirche stützt sich auf das Kirchenrecht und ein Dekret, ein sogenanntes Motu proprio, das der Vorgänger von Benedikt XVI., Johannes Paul II., 2001 veröffentlicht hatte.
Grundlage des päpstlichen Schreibens war ein Dokument der Glaubenskongregation, die damals von Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst, geleitet wurde. Johannes Paul II. ordnete in dem Schreiben an, dass Bischöfe ihm Fälle pädophiler Priester melden müssten und diesen sofort jeder Kontakt zu Minderjährigen verwehrt werde. (cpm/ddp)
Erstellt: 09.04.2010, 22:40 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




