Ausland

Rüttgers Rumänen-Sprüche – die Zweite

Aktualisiert am 05.09.2009

Peinlich, peinlich: Noch während sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers für fremdenfeindliche Aussagen entschuldigt, lädt die SPD ein neues Video ins Web.

Quelle: Youtube


Im Hinblick auf die Verlagerung der Nokia-Handy-Produktion von Bochum nach Rumänien sagt Rüttgers im deutschen Münster: «Die kriegen die Produktion in Rumänien nicht in den Griff. In Rumänien kommen die Arbeiter nicht wie unsere Arbeitnehmer hier in Nordrhein-Westfalen morgens um sieben Uhr und bleiben solange wie der Betrieb ist. Und wenn es sein muss, machen sie auch noch Überstunden. Die kommen, wann sie wollen, und gehen, wann sie wollen, und deshalb kriegen sie auch die Handys nicht mehr zusammengebaut.»

Das Video wurde am 28. August in Münster aufgenommen und heute Samstag von der SPD ins Internet gestellt. Ähnliche Aussagen von Rüttgers in Duisburg waren gestern an die Öffentlichkeit gelangt. Rüttgers sah sich zu einer Entschuldigung gedrängt: «Ich wollte niemanden beleidigen, wenn das doch geschehen ist, tut mir das leid.» Er habe sich mit seinen Äusserungen vor die nordrhein-westfälischen Arbeitnehmer gestellt, deren Leistungen weltweit anerkannt seien und die durch falsche Entscheidungen von Konzernzentralen ihren Arbeitsplatz verloren hätten.

Was kommt noch alles?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was kommt noch alles ans Tageslicht. Rüttgers wird sich nicht noch oft entschuldigen können, das nimmt ihm keiner mehr ab.

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier griff Rüttgers an. Es sei eine Schande, dass der Regierungschef eines Bundeslandes Rumänen beleidige, sagte der Vizekanzler am Samstag an einer Wahlkampfveranstaltung in Duisburg. (cpm)

Erstellt: 05.09.2009, 22:46 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.