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Russland wappnet sich für Energiekriege
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Russland befürchtet langfristig Kriege um die immer knapper werdenden Energiequellen der Welt. In einem Strategiepapier des Kremls zur nationalen Sicherheit heisst es, die Zukunft werde von einem harten Konkurrenzkampf um die Energie geprägt sein, der auch an den Grenzen Russlands zu militärischen Auseinandersetzungen führen könnte. Das Dokument, das am Mittwoch auf der Website des Kremls veröffentlicht wurde, beschreibt die grössten Herausforderungen für die Sicherheit des Landes und nennt die wichtigsten Ziele der Regierung bis zum Jahr 2020. Dementsprechend wird sich der Kreml für allfällige Energiekriege wappnen.
Die Welt werde sich darauf konzentrieren, Energiequellen etwa im Nahen Osten, in der Arktisregion, dem Kaspischen Meer oder Zentralasien zu sichern, heisst es in dem von Präsident Dmitri Medwedew unterzeichneten Papier. Dabei könne es nicht ausgeschlossen werden, dass versucht werde, Energieprobleme mit militärischen Mitteln zu lösen. Und weiter heisst es: «Das bestehende Gleichgewicht der Kräfte nahe der Grenzen der Russischen Föderation und ihren Verbündeten könnte verletzt werden.»
Bodenschätze der Polarregion
Die Erwähnung der Arktis in dem Strategiepapier spiegelt das Bestreben Moskaus wider, die Bodenschätze der Polarregion für sich zu reklamieren. Auch die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen haben zuletzt verstärkt ihre Ansprüche in der Arktis angemeldet. In der Polarregion werden bis zu 25 Prozent der weltweiten Vorkommen an Öl, Gas und anderen Rohstoffen vermutet. Im Zuge der globalen Erwärmung könnten Vorkommen erschlossen werden, die bislang noch unter dem Eis verborgen sind.
Im Verhältnis zu den USA strebt Russland laut dem Strategiepapier eine gleichberechtigte Partnerschaft an. Russland sei bestrebt, die atomare Parität zu den Vereinigten Staaten zu erhalten. Das von den USA geplante Raketenabwehrsystem in Osteuropa wird erneut als eine der grössten Bedrohungen der Sicherheit Russlands bezeichnet. Die eigene Politik werde pragmatisch sein und ein Wettrüsten ausschliessen. (vin/ap)
Erstellt: 13.05.2009, 21:40 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




