Ausland
Russlands Griff nach der Arktis
Stichworte
Die Folgen des Klimawandels würden den Streit um Zugang zu der Polarregion vermutlich weiter anfachen, sagte Präsident Dimitri Medwedew am Mittwoch vor dem Sicherheitsrat in Moskau. Andere Staaten hätten «aktive Schritte unternommen», um ihre Forschungsarbeit und die wirtschaftliche wie militärische Präsenz in der Arktis zu verstärken. Zudem gebe es bereits Versuche, den Zugang Moskaus einzuschränken.
Dies sei angesichts der geografischen Lage Russlands unfair und aus juristischem Blickwinkel «absolut unzulässig», erklärte Medwedew. Ein bestimmtes Land nannte er dabei nicht. Zuletzt hatten auch die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen verstärkt Ansprüche auf die Arktis angemeldet. Dort werden reiche Vorkommen an Öl und Gas vermutet.
Russland beansprucht einen Grossteil des arktischen Meeresbodens für sich und argumentiert, dabei handele es sich um eine Verlängerung seines Kontinentalschelfs. Im Jahr 2007 liessen Wissenschaftler von einem U-Boot aus einen Kanister mit der russischen Flagge auf den Meeresboden hinab.
Hohe Ziele
In einem ein Jahr später von Medwedew unterzeichneten Strategiepapier heisst es, die Polarregion müsse bis 2020 zum wichtigsten strategischen Fundament Russlands beim Thema Ressourcen werden. Bis 2011 sollen demnach geologische Studien abgeschlossen sein, um Moskaus Anspruch auf die dortigen Rohstoffe zu untermauern. Die Regierung legte ihre Ansprüche bereits 2001 bei den Vereinten Nationen vor, der Antrag wurde wegen fehlender Beweise aber abgelehnt. (jak/ddp/)
Erstellt: 17.03.2010, 20:41 Uhr
Ausland
- 07:00Mitt Romney gelingt das Comeback
- 01:39«Wer nicht für seine Rechte kämpft, verdient sie nicht»
- 20:26Festnahme von Ausländern am Jahrestag des Mubarak-Sturzes
- 17:53«Der wahre Feind ist unser eigenes System»
- 13:24Vor der Rettung kommt die Demütigung
- 12:27Die Schweizer Helfer der syrischen Revolution



