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Sarkozys Luftschloss erregt die Gemüter
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Noch hat kein Journalist das Flugzeug gesehen, dem die Firma Sabena zurzeit in einem Hangar bei Bordeaux den letzten Schliff verpasst. Und doch ist der künftige Präsidentenjet das Klatschthema des Sommers.
Angefangen mit dem Tratschen hat die satirische Politzeitschrift «Le Canard enchaîné». Sie berichtete Ende Juli, Sarkozys neuer Flieger werde nicht nur einen Salon und ein privates Zimmer haben, sondern auch ein grosszügiges Badezimmer mit Badewanne. Ausserdem werde es dem Präsidenten möglich sein, an Bord zu rauchen.
«Versailles der Lüfte»
Das in wenigen Zügen skizzierte Bild eines Luxusjets beflügelt die Fantasien der Franzosen. Zur Badewanne – die angeblich auf Wunsch von Madame installiert werde – komme wohl noch ein Pizzaofen, schreiben mehrere Blätter. Ebenfalls auf Wunsch von Madame, die ja italienisches Essen schätze. Sarkozy selber werde vor allem Zigarren konsumieren. So liessen sie sich in ihrem «Versailles der Lüfte» (der von den Medien verliehene Spitzname) 10'000 Meter über Meer in die Ferne tragen.
Inzwischen hat der Regierungssprecher den wuchernden Gerüchten ein Ende gesetzt. Am Flugzeug sei nichts Angeberisches, sagte Luc Chatel gegenüber den Medien. «Es besteht lediglich der Wunsch nach einer Ausstattung, die dem Glanz der fünften Weltmacht entspricht.» Wenig erstaunlich sah sich der Sprecher des Verteidigungsministeriums anschliessend veranlasst, diese Angaben zu präzisieren: Es werde im Flugzeug ein Zimmer, eine Mikrowelle und eine Dusche geben, so wie das auch bei den bisherigen Jets der Fall sei. Das sei nichts als praktisch, weil so an Bord gearbeitet werden könne.
Trotzdem bleibt «Air Sarko One» weiter ein Thema. Denn die Kosten für das Luftschloss betragen laut «L'Express» 180 Millionen Euro. Eine hohe Zahl angesichts der öffentlichen Sparaufrufe des Präsidenten an seinen Staat. «Das ist ein Flugzeug zum Träumen in diesen Zeiten des öffentlichen Sparens», bemerkt «Libération» trocken. (oku)
Erstellt: 11.08.2010, 13:06 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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