Ausland
Sarrazin erhält prominente Rückendeckung
Kein Verständnis für die Kritik an Sarrazin: Klaus von Dohnanyi an einer Veranstaltung der Auns. (Bild: Keystone )
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«Wenn die SPD ihn ausschliessen will, stehe ich bereit, ihn vor der Schiedskommission zu verteidigen», schrieb der Jurist Dohnanyi über Sarrazin in einem Beitrag für die «Süddeutsche Zeitung» (Montagsausgabe). «Einen fairen Prozess wird es ja wohl noch geben.»
Dohnanyi nahm Sarrazin vor dem Vorwurf in Schutz, ein Rassist zu sein. «Niemand mit Sachkenntnis» könne heute noch bestreiten, dass es «besondere kulturelle Eigenschaften von Volksgruppen» gebe. Sarrazin habe nicht die Muslime insgesamt angegriffen, sondern nur jenen Teil von Zuwanderern, der sich weigere, seine «Kinder zum Deutschlernen, zu Bildungsgwillen und offener Integrationsbereitschaft zu erziehen».
Vor dem Hintergrund des Holocausts scheuten die Deutschen Debatten und Worte, die bei anderen Völkern «gang und gäbe» seien, schrieb Dohnanyi. Nach seiner Auffassung würde Sarrazin wegen seines Buches «Deutschland schafft sich ab» zur Integrationspolitik «aus keiner anderen europäischen Linkspartei ausgeschlossen». (jak/AFP/)
Erstellt: 06.09.2010, 07:34 Uhr




