Schweinegrippe: Europäische Staaten warnen vor USA-Reisen

Aktualisiert am 27.04.2009 106 Kommentare

Die Gesundheitsbehörden der EU-Länder empfehlen seit heute Abend, nicht zwingende Reisen nach Mexiko und in Gegenden der USA abzusagen. Derweil sind drei Menschen in Europa definitiv erkrankt.

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Die neusten Zahlen zur Schweinegrippe.

   

Der Gesundheitsverantwortliche der EU, Androulla Vassiliou, empfahl heute den Bürgern, ihre Reisen in die von der Schweinegrippe betroffenen Gebiete abzusagen. Mehrere Länder wie Polen, Italien und Venezuela haben ausserdem eigene Reisewarnungen für Mexiko und die USA ausgesprochen. In den USA sind bisher vor allem New York, Texas und Kalifornien von Schweinegrippen-Fällen betroffen.

Die Schweizer Behörden wollen bisher noch keine Reisewarnung abgeben. Eine solche Warnung könnte, leichtfertig ausgesprochen, Schadenersatzforderungen nach sich ziehen, sagte Roger Staub, Leiter der Sektion übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG). Das BAG werde Empfehlungen für Reisebeschränkungen nötigenfalls in Absprache mit der WHO erfolgen. Die WHO trifft sich noch heute Abend zu einer Notsitzung in Genf.

Nach anfänglichem Zögern willigten die grossen Schweizer Reiseveranstalter heute in kostenlose Annullationen von Reisen nach Mexiko-Stadt ein. Die Fluggesellschaft Swiss richtete eine Taskforce ein.

Zwei neue Fälle in Grossbritannien

In Grossbritannien sind soeben die ersten Fälle von Schweinegrippe bestätigt worden. Zwei Menschen, die aus Mexiko zurückgekehrt seien, trügen das Virus in sich. Dies teilte die schottische Gesundheitsministerin Nicola Sturgeon mit.

Nach einem Fall in Spanien sind dies der zweite und dritte Fall einer Erkrankung in Europa. Der in Spanien nachgewiesene H1N1-Erreger trat bei einem 23-jährigen Mann auf, der vor kurzem von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt war. Sein Gesundheitszustand entwickle sich positiv, teilten die Behörden mit. Rund 20 weitere erkrankte Personen sind in Spanien unter Beobachtung.

149 Tote in Mexiko

In Mexiko sind bisher 149 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Insgesamt wurden 1614 Grippekranke in mexikanischen Spitälern behandelt.Der mexikanische Gesundheitsminister Jose Angel Cordova sagte, die Zahl der Toten könnte noch steigen. Die meisten Opfer seien zwischen 20 und 50 Jahre alt. Die Schulen, die bislang nur in Mexiko-Stadt geschlossen waren, würden nun landesweit bis zum 6. Mai in die Ferien geschickt.

In den USA gibt es 40 bestätigte Erkrankungsfälle, in Kanada sechs. Verdachtsfälle wurden auch Frankreich, Kolumbien, Peru, Brasilien, Israel, Australien und Neuseeland gemeldet.

Ausbreitung der Schweinegrippe:

(oku/sda/ap)

Erstellt: 27.04.2009, 22:22 Uhr

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106 Kommentare

Hans Kurz

27.04.2009, 17:33 Uhr
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Meinen besten Dank an den Tagesanzeiger, dass er nicht vom "TODESVIRUS" schreibt. Ich bemitleide inzwischen alle die voller Panik mit einer "Schnuddernase" ins nächste Spital rennen und meinen sie haben noch etwa eine Woche zu leben. Antworten


Rolf Schlumpf

27.04.2009, 18:58 Uhr
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@ Vaness Arn... Ich gebe Ihnen Recht, der Sarkasmus einiger Schreiberlinge hier stört mich auch. Schlussendlich sterben trotz allem Menschen an dem Virus (wenn auch nicht hier). Natürlich wirkt das Ganze trotzdem irgendwie *aufgepauscht*. So gesehen: Einfach mit gesundem Menschenverstand handeln und die Sache wird ausgestanden sein. Antworten



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