Ausland
Schweiz erfolgreich: Türkei und Armenien nehmen diplomatische Beziehungen auf
Die Türkei und Armenien wollen nach jahrzehntelangem Konflikt diplomatische Beziehungen aufnehmen. Beide Staaten hätten sich unter Vermittlung der Schweiz auf entsprechende Verhandlungen geeinigt, teilte das türkische Aussenministerium am Montag mit. Die Gespräche sollten sechs Wochen dauern, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AP. Die Wurzeln des Konflikts zwischen den Nachbarländern liegen im frühen 20. Jahrhundert. In der Endphase des Ersten Weltkriegs wurden zahllose Armenier im damaligen Osmanischen Reich vertrieben und getötet.
Nach armenischer Darstellung verloren 1,5 Millionen Menschen ihr Leben im ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Die Türkei betrachtet die historischen Ereignisse hingegen als Unruhen vor dem Hintergrund der Auflösung des Osmanischen Reichs. Die Bewertung der Massaker war immer wieder Anlass für diplomatische Spannungen. Die Regierung in Ankara hat die Verantwortung für die Tötung der Armenier stets zurückgewiesen und die genannten Zahlen als übertrieben bezeichnet.
Das Problem Berg-Karabach
Streitpunkt ist ausserdem die Zukunft des Gebiets Berg-Karabach: Die türkische Regierung unterstützt die aserbaidschanischen Ansprüche auf die Region, die innerhalb von Aserbaidschan liegt, aber einen hohen armenischen Bevölkerungsanteil hat.
Die Bemühungen um eine Überwindung der diplomatischen Eiszeit setzten im September vergangenen Jahres ein, als der türkische Präsident Abdullah Gül zum WM-Qualifikationsspiel der armenischen Fussballnationalmannschaft gegen die Türkei nach Eriwan flog. Er war der erste türkische Präsident, der Armenien seit der Unabhängigkeit 1991 besucht hat. (sam/ap)
Erstellt: 01.09.2009, 10:49 Uhr
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Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



