Senator von Berlusconis Partei unter Mafia-Verdacht

Aktualisiert am 03.03.2010

Die 'Nrangheta soll laut Ermittlern den Sitz von Nicola di Girolamo mit gewaschenen Geldern erkauft haben. Jetzt ist der Parlamentarier der Popolo della Libertà zurückgetreten.

Der Druck ist zu gross geworden: Nicola Di Girolamo Ende Februar an einer Pressekonferenz.

Der Druck ist zu gross geworden: Nicola Di Girolamo Ende Februar an einer Pressekonferenz.
Bild: Keystone

Rund drei Wochen vor wichtigen Regionalwahlen ist ein Senator von Ministerpräsident Silvio Berlusconis Regierungspartei zurückgetreten. Senator Nicola di Girolamo steht im Verdacht, mit der Mafia kooperiert zu haben.

Vor einer Woche haben die Behörden im Rahmen von Ermittlungen gegen einen internationalen Geldwäscherei-Ring einen Haftbefehl gegen Di Girolamo ausgestellt. Der Parlamentarier soll laut den Ermittlern durch die Mafia ins Parlament gekommen sein: Die kalabrische Mafia 'Ndrangheta habe mit gewaschenen Geldern vor allem im Raum Stuttgart illegal Blanko-Stimmzettel für Wahlen in Italien besorgt haben. Über diese sei dann der Senator gewählt worden. Ein jetzt veröffentlichtes Foto, auf dem Di Girolamo mit einem der Mafia-Bosse abgelichtete wurde, erhärte den Verdacht, so die Ermittler. (oku/sda)

Erstellt: 03.03.2010, 16:27 Uhr

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