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«Seine Position wird immer untragbarer»

Aktualisiert am 11.01.2010

Der nordirische Ministerpräsident Peter Robinson gerät immer stärker in Bedrängnis – wegen einer Affäre seiner Frau mit einem jungen Mann, für den sie auch Geld gesammelt haben soll.

1/4 Sagt temporär Adieu: Premier Peter Robinson.
Bild: Keystone

   

Selbst Parteifreunde legen Robinson den Rücktritt nahe. Seine Frau Iris soll Medienberichten zufolge inzwischen angekündigt haben, sie werde ihr Abgeordnetenmandat sowohl im nordirischen Parlament als auch im Londoner Unterhaus niederlegen. Die 60-Jährige hatte vor kurzem zugegeben, ein Verhältnis mit einem Mann gehabt zu haben, der damals 19 Jahre alt war.

Vor allem wird ihr vorgeworfen, sie habe von Geschäftsleuten mehrere zehntausend Pfund eingesammelt, um ihrem jugendlichen Liebhaber bei der Eröffnung eines Cafés zu helfen. Die Affäre hatte die Robinsons bereits zum Gespött der britischen Presse gemacht. Nun droht sie sich zu einer politischen Krise auszuwachsen, die auch den Friedensprozess in Nordirland gefährden könnte.

«Seine Position wird immer untragbarer»

Der ehemalige Erste Minister David Trimble forderte Robinson am Sonntag zum Rücktritt auf. Möglicherweise lege dieser sein Amt schon in den nächsten Tagen nieder, sagte Trimble, der frühere Vorsitzende der Ulster Unionist Party (UUP).

Ähnlich äusserte sich ein Freund von Robinsons Amtsvorgänger Ian Paisley, dem ehemaligen Chef der probritischen Democratic Unionist Party (DUP). Robinson müsse als Regierungschef zurücktreten oder sein Amt zumindest vorübergehend ruhen lassen, forderte David McIlveen. «Seine Position wird immer untragbarer», sagte McIlveen der BBC, «er hat ein grosses Problem damit, seine familiären Probleme zu lösen, und ich persönlich glaube nicht, dass das Privatleben eines Menschen sein öffentliches Leben nicht beeinflusst.»

Skandal gefährdet die Regierungsarbeit

Die Koalition der protestantischen DUP mit der katholischen Sinn Fein ist ohnehin bereits belastet. Das Verhältnis der Regierungspartner leidet unter anderem durch Robinsons Weigerung, mehr Vollmachten für die Justiz von London nach Belfast zu übertragen.

Die politischen Spannungen gehen mit Anschlägen von IRA-Dissidenten einher. Im vergangenen Jahr waren dabei zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben gekommen. Und am vergangenen Freitag wurde ein Polizist bei einem Bombenanschlag schwer verletzt. Der 33-Jährige schwebt noch immer in Lebensgefahr. Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) hatte 1997 eine Waffenruhe verkündet, doch viele ihrer radikalen Anhänger akzeptieren dies nicht. (raa/sda)

Erstellt: 11.01.2010, 10:29 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.