Ausland

Spanier demonstrieren gegen Sparpolitik

Aktualisiert am 13.10.2012 16 Kommentare

In Madrid gingen wieder tausende Menschen auf die Strasse, um gegen die Sparmassnahmen zu demonstrieren. Auch in Portugal gab es eine Kundgebung.

«Jugend ohne Zukunft»: Demonstranten in Madrid. (13. Oktober 2012)

«Jugend ohne Zukunft»: Demonstranten in Madrid. (13. Oktober 2012)
Bild: Keystone

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In der spanischen Hauptstadt Madrid haben am Samstagabend mehrere tausend Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. Die Teilnehmer der Demonstration schlugen Töpfe und Pfannen gegeneinander und setzten auch Trillerpfeifen ein. Auf ihren Plakaten stand «Wir schulden euch nichts, wir zahlen nicht».

«Niemand hat die Banken gedrängt, gierigen Immobilienspekulanten grosse Geldsummen zu leihen», sagte die 34-jährige Beamtin Maria Costa, die mit ihren beiden Kindern gekommen war. «Und doch sollen wir für die Fehler der anderen zahlen.»

25 Prozent Arbeitslose

Die spanische Regierung hat Sparmassnahmen sowie Reformen des Finanz- und Arbeitsmarktes eingeleitet, um das ausufernde Defizit unter Kontrolle zu bekommen. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 25 Prozent. Die Wirtschaft wird nach Schätzungen in diesem Jahr wohl um 1,5 Prozent schrumpfen.

In der portugiesischen Stadt Braga protestierten unterdessen mehrere hundert Menschen gegen Kürzungen im Kultur-Etat. Sie trugen ein Banner mit der Aufschrift «Ohne Kultur werden Menschen zu Hunden».

(kle/sda)

Erstellt: 13.10.2012, 22:51 Uhr

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16 Kommentare

Hans Wegmüller

14.10.2012, 01:16 Uhr
Melden 58 Empfehlung 18

Aber die teuersten Fussballclubs können sie sich leisten - toll Antworten


Nadine Binsberger

14.10.2012, 00:12 Uhr
Melden 46 Empfehlung 18

Die Finanzkrise ist eine Kapitalrendite-Krise, also genau wie die Arbeitslosigkeit eine Einkommens-Krise. Ursache: wir leben in wohlstandsgesättigten Gesellschaften. Deshalb wird immer weniger produziert, was zu Abbau von Arbeitsplätzen und Kapitalrendite führt. Lösung: weg vom Wachstumszwang, Überproduktion und Stress, hin zu Genügsamkeit, Freizeit und Nachhaltigkeit. Antworten



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