Ausland

Spesen-Skandal: Wohnung für die Tochter

Aktualisiert am 13.05.2009

Da kommt viel Arbeit auf Gordon Browns Verwaltung zu. Der britische Premier will alle Abrechnungen der letzten vier Jahre sehen. Inzwischen kamen neue Peinlichkeiten ans Licht.

Dunkle Tage im Leben des Premier: Jetzt will Gordon Brown reinen Tisch machen.

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Bild: Reuters

Es brauche extreme Schritte, um das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen. «Es reicht nicht aus, wenn ein oder zwei Abgeordnete hier und da irgendwelche Ankündigungen machen», sagte der Regierungschef am späten Dienstagabend.

Zurückzahlen

Wenige Stunden zuvor hatte der Chef der oppositionellen Konservativen, David Cameron, einen neuen Umgang seiner Partei mit Spesen angekündigt. Gleichzeitig kündigte Cameron an, dass Abgeordnete seiner Partei die Gelder teils zurückzahlen werden.

Unterdessen zieht der Skandal weitere Kreise. Am Mittwoch setzte die Zeitung «Daily Telegraph» ihre Serie von peinlichen Enthüllungen fort und nahm Spesen von Abgeordneten der oppositionellen Liberaldemokraten aufs Korn.

Eine Wohnung für die Tochter

Demnach machte ein Parlamentarier Spesen für eine Londoner Wohnung geltend, in der tatsächlich seine Tochter wohnt. Ein anderer Abgeordneter liess sich mit Hilfe eines Innenarchitekten seine Londoner Wohnung verschönern und gab 10'000 Pfund (16'800 Franken) Steuergelder für hübsche Kissen, ein grosses Bett und einen Flachbildschirm aus.

In den Tagen zuvor waren schon Abgeordnete der regierenden Labour-Partei und der oppositionellen Konservativen in die Kritik geraten, weil sie sich Reinigung privater Swimmingpools, die Bestellung von Mäusegift, Renovierungskosten für ihre Häuser oder die Entfernung von Maulwurf-Löchern aus Steuergeldern bezahlen liessen. (cpm/sda)

Erstellt: 13.05.2009, 11:36 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.