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Spesenskandal: Minister zieht Konsequenzen

Im Zuge der Spesen-Affäre in Grossbritannien hat sich erstmals ein Mitglied der Labour-Regierung dazu entschlossen, sein Amt niederzulegen.

Hat 112'000 Franken an Staatsgeldern kassiert: Staatssekretär Shahid Malik.

Hat 112'000 Franken an Staatsgeldern kassiert: Staatssekretär Shahid Malik.

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Das teilt das Büro von Premierminister Gordon Brown in London mit. Der Staatssekretär im Justizministerium, Shahid Malik, werde allerdings nicht ersetzt und könne nach einer Entlastung durch eine unabhängige Prüfung das Amt wieder aufnehmen.

Die Zeitung «Daily Telegraph» hatte zuvor berichtet, Malik habe knapp 67'000 Pfund (knapp 112'000 Franken) an Staatsgeldern für einen Zweitwohnsitz kassiert, während er für seinen angeblichen Hauptwohnsitz in seinem Wahlkreis eine aussergewöhnlich niedrige Miete von unter 100 Pfund gezahlt habe.

Ein Sprecher von Brown teilte mit, der Premierminister habe Philip Mawer als unabhängigen Prüfer eingesetzt, der die Vorwürfe gegen Malik prüfen solle. Der Staatssekretär war als erster Muslim Mitglied eines britischen Kabinetts geworden.

Mehrere Politiker von Browns Labour-Partei waren in jüngster Zeit wegen unzulässiger Spesenabrechnungen in die Kritik geraten. Wie kürzlich aufgedeckt wurde, hatten britische Abgeordnete unter anderem Tennisplatzpflege und Hundefutter als Spesen abgerechnet und unglaubwürdige Angaben zu ihren Wohnsitzen gemacht.

Ein Berater von Oppositionschef David Cameron trat wegen der Affäre am Donnerstag zurück. (bru/sda/)

Erstellt: 15.05.2009, 14:12 Uhr

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1 Kommentar

dani kay

16.05.2009, 10:35 Uhr
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Weshalb meine anderen Kommentare bezüglich den unheimlich vielen Spesen der britischen Geheimdienste nicht erschienen sind, ist mir schleierhaft. Gerade weil es um ein solch heisses Thema geht und GB den Geheimdiensten so viele gefährliche Freiheiten und Macht gibt, muss dieses System hinterfragt werden, speziell auch im Bezug auf die Frage welches legitime Spesen zum Schutze des Staates sind? Antworten



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