Ausland

Super-Wahlsonntag lockt Deutsche an die Urne

Aktualisiert am 13.03.2016 170 Kommentare

Die wegweisenden Landtagswahlen in Deutschland sorgen für eine hohe Wahlbeteiligung. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel steht viel auf dem Spiel.

1/17 Betrübt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss starke Stimmverluste an die rechtskonservative «Alternative für Deutschland» (AfD) hinnehmen. Die Partei sitzt nun in 8 der 16 Landtage. (14. März 2016)
Bild: Fabrizio Bensch/Reuters

   

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In Deutschland haben am Sonntagmorgen die mit Spannung erwarteten Landtagswahlen in drei Bundesländern begonnen. Die Abstimmungen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gelten als politischer Stimmungstest in der Flüchtlingskrise. Angesichts der umstrittenen Öffnung der Grenzen für Schutzsuchende ist die Zustimmung für die Christdemokraten (CDU) von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Meinungsumfragen der vergangenen Monate in allen drei Ländern deutlich gesunken.

Dagegen winken der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) zweistellige Ergebnisse. Die erst 2013 gegründete Partei tritt in den drei Ländern zum ersten Mal an. 2014 und 2015 war ihr schon der Einzug in fünf Länderparlamente und in das Europäische Parlament gelungen. In den drei Ländern leben gut 20 Prozent der deutschen Bevölkerung. Besonders starke Verluste drohen der CDU in ihrer einstigen Hochburg Baden-Württemberg.

Dort könnten die Grünen mit dem populären Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann erstmals stärkste Partei in einem Bundesland werden. Unsicher war, ob es für eine Fortsetzung ihrer Koalition mit den in Baden-Württemberg schwachen Sozialdemokraten (SPD) reichen würde.

In Baden-Württemberg zeichnete sich zum Auftakt in den grössten Städten des Landes eine leicht erhöhte Wahlbeteiligung ab. In der Landeshauptstadt Stuttgart wurde bis zum Mittag eine um drei Prozentpunkte höhere Beteiligung an der Urne sowie per Briefwahl registriert. Auch in Mannheim, Karlsruhe und Freiburg wurden in den ersten Stunden etwas mehr Wähler als 2011 gezählt. In Baden-Württemberg kämpft Deutschlands einziger Ministerpräsident der Grünen, Winfried Kretschmann, um eine zweite Amtszeit.

Starkes Abschneiden der AfD erwartet

In Rheinland Pfalz, wo die Umfragen lange auf einen Machtwechsel hindeuteten, könnte die SPD mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer knapp vor der CDU von Oppositionsführerin Julia Klöckner ins Ziel gehen. Den mitregierenden Grünen drohen Stimmenverluste. In Sachsen-Anhalt sind die Christdemokraten von Ministerpräsident Reiner Haseloff trotz sinkender Zustimmung in den Umfragen unangefochten stärkste Partei.

Das starke Abschneiden der AfD, die für keine der anderen Parteien als Partner in Frage kommt, dürfte die Regierungsbildung in den drei Ländern erschweren. Die Ministerpräsidenten werden in Deutschland nicht direkt gewählt, sondern vom Parlament, wo sie eine stabile Mehrheit brauchen. Zum Zünglein an der Waage könnten die Liberalen (FDP) werden, sollten sie die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament in allen drei Ländern überwinden.

Erste Trendmeldungen werden mit Schliessung der Wahllokale um 18 Uhr erwartet, gegen 18.30 Uhr gibt es erste Hochrechnungen. Die vorläufigen amtlichen Endergebnisse dürften bis Mitternacht vorliegen. (thu/sda)

Erstellt: 13.03.2016, 12:00 Uhr

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170 Kommentare

hans keller

13.03.2016, 12:13 Uhr
Melden 323 Empfehlung 17

Merkel heisst Flüchtlinge in einem Hause (Europa) willkommen, das ihr nicht gehört. Stellen Sie sich vor ich lade für Sie Gäste an ihr Fest ein. Antworten


Markus Weidmann

13.03.2016, 12:10 Uhr
Melden 290 Empfehlung 15

Nicht wenige deutsche Alt Politiker bezeichnen die Politik von Bundeskanzlerin Merkel als brandgefährlich für die Zukunft Deutschlands. Niemals zuvor hat ein Kanzler die deutsche Gesellschaft derart gespalten wie Frau Merkel, welche stur an ihrer Ideologie und Prinzipien festhält auch gegen das Wohl des deutschen Volkes. Im Prinzip hat sie ihren geleisteten Amtseid schon mehrfach gebrochen..(...) Antworten