Ausland
EHEC-Erreger: Schon sechs Tote
Aktualisiert am 27.05.2011 2 Kommentare
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Die Zahl der Todesfälle durch den Darmkeim EHEC ist in Deutschland auf sechs gestiegen. Nach dem Fund des Darmkeims auf drei aus Spanien importierten Gurken in Deutschland überprüften die spanischen Behörden wegen der möglichen Verunreinigung von Gemüse zwei Betriebe.
In Niedersachsen forderte der EHEC-Erreger erneut ein Todesopfer. Eine über 70-jährige Frau aus Cuxhaven starb am Freitagmorgen in einem Bremer Krankenhaus an HUS, dem Hämolytisch-Urämischen Syndrom. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte, wurde die Infektion bei der Frau labordiagnostisch nachgewiesen.
In allen Bundesländern Kranke
Zudem habe sich der Tod einer 41-jährigen Frau vom vergangenen Mittwoch auf EHEC zurückführen lassen. Die Frau stammte ebenfalls aus Cuxhaven. Damit ist die Zahl der bestätigten Todesfälle durch EHEC in Deutschland auf 5 gestiegen.
In Deutschland sind mittlerweile in allen Bundesländer Menschen am gefährlichen Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Sie wurden mit dem Durchfall-Bakterium EHEC infiziert; der schwere Verlauf der Infektion wird HUS genannt. Dabei können giftige Stoffwechselprodukte des Bakteriums zu Nierenschäden führen.
In Dänemark und Schweden sind bis Freitag 32 EHEC-Krankheitsfälle nachgewiesen worden, wie die Gesundheitsbehörden in Kopenhagen und Stockholm mitteilten. Alle Betroffenen seien zuvor in Deutschland auf Reisen gewesen.
In Spanien keine keine EHEC-Belastung gemeldet
Das Hamburger Hygiene-Institut hatte den Darmkeim am Donnerstag auf drei Salatgurken aus Spanien gefunden. Gemäss der EU-Kommission stammen die Gurken von Unternehmen aus Malaga und Almería in der südspanischen Region Andalusien.
Noch sei aber unklar, ob es zu der Verunreinigung in Spanien oder beim Transport oder beim Umladen der Ware in Deutschland gekommen sei, erklärte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag. In Spanien sei bislang keine EHEC-Belastung gemeldet worden.
Eines der betroffenen Unternehmen, Pepino Bio Frunet in Malaga, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur DAPD, dass eigene Tests an den Gurken des betroffenen Bauern keine Verunreinigung ergeben hätten.
Berichte zurückgewiesen
Eine Sprecherin äusserte die Vermutung, dass die Erreger in Deutschland an die Gurken gelangt seien. Ihr liege eine E-Mail des Grosshändlers in Hamburg vor, wonach eine Palette mit 180 Kisten Gurken vom Transporter auf den Boden gefallen sei.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks wies dies zurück. «Dass die belasteten Gurken von einer einzigen Palette stammten, die durch ein Umkippen verseucht wurden, können wir aufgrund der Probenentnahme an unterschiedlichen Stellen ausschliessen», sagte Prüfer-Storcks.
Die Niederlande wiesen am Freitag Berichte über eine mit dem EHEC- Erreger infizierte Gurke, die aus Holland stammen soll, als unzutreffend zurück. Mit dem EHEC-Erreger kontaminierte Gurken aus Spanien sind unterdessen auch bei zwei Grosshändlern in Dänemark entdeckt worden. (kpn/bru/dapd/sda)
Erstellt: 27.05.2011, 15:19 Uhr
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2 Kommentare
Es wird interessant sein, welche dauerhafte Abhilfe in diesem Fall von den Verbänden vorgeschlagen wird:
- Gentechnikmanipuliertes EHEC resistentes Saatgut? Landwirt wird abhängig
- Verbot von natürlicher Düngung, obwohl das kaum die Ursache sein kann? Landwirt wird abhängig
- Umstellung auf hors-sol? Alle haben Angst und dieser Schritt ist legitim
- Gammabestrahlung? Willkommen Amerika
Schade!!
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Hat denn schon ein Labor nachgewiesen, dass es sich nicht um ein genmanipuliertes EHEC-Bakterium handelt.
Könnte ja sein, dass die Quelle in einem unsauberen Chemiebetrieb liegt und über ein bestimmtes Medikament vertrieben wird wie z.B. Antibiotika, Insulin u.s.w
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