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Weissrussland bricht Schwulen-Kundgebung ab
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Bei einer nicht genehmigten Demonstration für die Rechte von Homosexuellen in Weissrussland sind mehrere Teilnehmer festgenommen worden. Die autoritäre Regierung des Landes blockte so die Demo in der Hauptstadt Minsk ab.
Als einige Demonstranten in der Hauptstadt Minsk am Samstag mit einer Regenbogenflagge und Spruchbändern mit Aufschriften wie «Nein zur Homophobie» oder «Gleiche Rechte für alle» ins Stadtzentrum ziehen wollten, seien etwa ein Dutzend Teilnehmer festgenommen worden, sagte die Menschenrechtsaktivistin Liubow Lunewa.
Zu den Festgenommenen zählte demnach der Vorsitzende der Gruppe zur Verteidigung der Rechte Homosexueller, Sergej Androsenko. Dieser hatte zuvor mitgeteilt, dass er und seine Mitstreiter sich dem Demonstrationsverbot widersetzen würden.
Kritik von Amnesty International
Es war damit begründet worden, dass der Protestzug in der Nähe einer Metrolinie stattfinden sollte. Die Organisatoren hatten dem autoritär regierenden weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko einen Brief geschrieben, um eine Genehmigung der Demonstration zu erreichen.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte das Verbot am Freitag als «eine unangemessene und nicht gerechtfertigte Einschränkung des Versammlungsrechts». (jak/sda/)
Erstellt: 15.05.2010, 22:06 Uhr


