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Welcher US-Präsident Putin am liebsten ist

Mit einer Bemerkung über einen Ex-US-Präsidenten lässt der russische Ministerpräsident Wladimir Putin aufhorchen. Er facht Spekulationen über eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2012 an.

Griff nach der Macht: Plan Putin sein Comeback?

Griff nach der Macht: Plan Putin sein Comeback?
Bild: Keystone

Vier Mal war Franklin D. Roosevelt Präsident der USA. (Bild: Keystone )

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«Es gab einen US-Präsidenten, (Franklin D.) Roosevelt, der vier Mal in Folge gewählt wurde, weil das Gesetz es erlaubte», sagte Putin bei einem Treffen von Russlandexperten in Sotschi am Schwarzen Meer. Roosevelt war von 1933 bis 1945 im Amt, so lange wie kein US-Präsident vor oder nach ihm.

Es sei noch zu früh, über eine Kandidatur zu sprechen; weder er noch Präsident Dmitri Medwedew würden aber etwas tun, was die russische Verfassung verbiete. Wie bereits zuvor sagte Putin, eine Entscheidung werde zu einem späteren Zeitpunkt anhand der «tatsächlichen Situation» in Russland getroffen.

Greift Putin wieder nach der Macht?

Putin war von 2000 bis 2008 Staatschef, durfte aber nicht für ein drittes Mandat in Folge kandidieren. Einer erneuten Kandidatur 2012 steht aber nichts im Wege. Seit Monaten wird gerätselt, ob Putin wieder nach dem höchsten Staatsamt streben wird - und welche Pläne der derzeitige Amtsinhaber Medwedew hat.

In Sotschi erhob Putin zudem schwere Vorwürfe gegen den früheren Ölmagnaten Michail Chodorkowski. Dieser habe «Blut an den Händen». «Er hat Menschen getötet, um die wirtschaftlichen Interessen seines Unternehmens zu schützen.» Wegen der Ermordung einer Frau sei einst nicht Chodorkowski, sondern dessen Sicherheitschef verurteilt worden. Zugleich sagte Putin aber, sich nicht in die juristische Verfolgung Chodorkowski einmischen zu wollen.

Der frühere Chef des Ölkonzerns Yukos war 2005 in einem ersten Prozess wegen Finanzbetrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit wird ihm wegen Betrugs erneut der Prozess gemacht, Kritiker sehen hinter dem neuen Prozess gegen den prominenten Kreml-Kritiker politische Motive. (bru/afp/)

Erstellt: 06.09.2010, 22:10 Uhr

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