Ausland

Witziger Protest in L'Aquila

Aktualisiert am 08.07.2009

Der G-8-Gipfel im Erdbebengebiet von L'Aquila ist äusserst umstritten. Demonstranten haben ihren Protest auf äusserst kreative Art umgesetzt.

Von Obamas berühmten Wahlslogan inspiriert: Protest in L'Aquila.

Von Obamas berühmten Wahlslogan inspiriert: Protest in L'Aquila.
Bild: Keystone

In L'Aquila kletterten Anwohner auf einen Hügel vor der Polizeikaserne, wo das G-8-Treffen stattfindet. Mit der Parole «Yes we camp» - einer Anspielung auf den berühmten Wahlkampfslogan von US-Präsident Barack Obama - machten sie darauf aufmerksam, dass nach dem verheerenden Erdbeben in der Region Anfang April noch immer Tausende Menschen in Behelfsunterkünften leben.

Mit mehreren Protestaktionen haben Umweltschützer am Mittwoch in Italien die G-8-Staaten zu einer Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Dutzende Aktivisten kletterten auf die Schornsteine von vier Kohlekraftwerken und entrollten dort Banner, wie Greenpeace mitteilte.

In Rom setzten sich acht Oxfam-Mitglieder Masken der Gipfelteilnehmer auf. Als Köche verkleidet salzten sie mit CO2-Streuern die Erde, die in einem grossen Kessel schmorte. Die Darsteller von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi studierten in einem Kochbuch «Klimawandel-Rezepte». (sam/sda/ap)

Erstellt: 08.07.2009, 14:20 Uhr

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