Trump hält Macrons Hand 25 Sekunden lang fest

«Nichts wird uns jemals trennen», sagte der französische Präsident in einer Rede in Paris. Der US-Präsident nahm ihn beim Händedruck beim Wort.

Neuer Rekord im Händeschüttel-Duell: Trump hält Macrons Hand 25 Sekunden fest. (Video: Tamedia/BBC)

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Tausende Polizisten und Soldaten in den Strassen, Kampfjets und eine Reaper-Drohne über den Köpfen: Mit einer riesigen Militärparade feiert Frankreich seinen Nationalfeiertag. US-Präsident Donald Trump ist als Ehrengast in die französische Hauptstadt gekommen, um dem hundertjährigen Jubiläum des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg zu gedenken.

Die Präsidenten wohnten der Parade auf den Champs-Elysées von einer Ehrentribune am Concorde-Platz aus bei. Mit dem US-Präsidenten zu seiner Seite sagte Macron bei seiner späteren Rede: «Nichts wird uns jemals (von den Vereinigten Staaten) trennen.»

Beim Händedruck nahm Trump die Worte Macrons fast wörtlich. Über 25 Sekunden lang hat er Macrons Hand festgehalten. Das dürfte wohl ein neuer Rekord im Händeschüttel-Duell sein.

An der Militärparade mit 3720 Soldaten zu Fuss, 211 Fahrzeugen, 63 Flugzeugen und 29 Hubschraubern nahmen auch fünf US-Soldaten in Uniformen des Ersten Weltkriegs teil. Zuvor war Macron, begleitet von Reitern der Republikanischen Garde, in einem offenen Militärjeep die Champs-Elysées entlanggefahren und hatte den auf den Bürgersteigen versammelten Franzosen zugewunken.

Anschlagsrisiko hoch

Die Pariser Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen vor den Feierlichkeiten drastisch erhöht. Die berühmten Champs-Élysées wurden am Freitagmorgen ebenso geräumt wie die angrenzende Place de la Concorde mit ihrem Obelisken. Zum ersten Mal überwacht eine Reaper-Drohne der französischen Luftwaffe die Stadt, wie die französische Zeitung «20 Minutes» berichtet.

Auf den Champs-Élysées wurden mehrmals Angriffe islamistischer Extremisten verübt. Mitte Juni hatte ein Mann mit seinem Auto einen Polizeiwagen gerammt und war dabei ums Leben gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen.

Trauriger Jahrestag

Frankreich erinnert jedes Jahr am 14. Juli an den Sturm auf das Pariser Bastille-Gefängnis zu Beginn der französischen Revolution im Jahr 1789.

Tag der Trauer: Der erste Jahrestag des Anschlags in Nizza. (Video: Tamedia/AP)

Der 14. Juli ist dieses Jahr in Frankreich aber auch ein Tag der Trauer: Am Nachmittag wird der erste Jahrestag des Anschlags in der südfranzösischen Stadt Nizza begangen. Ein Mann war am Abend des Nationalfeiertags mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 450 weitere. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte den Anschlag für sich. (mch/ap/afp)

Erstellt: 14.07.2017, 10:42 Uhr

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