Paar gibt sich als Terroropfer aus und sackt 60'000 Euro ein

Zwei Franzosen haben sich nach zwei Anschlägen insgesamt 60'000 Euro Opfergelder erschwindelt. Nun wurden sie zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

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Nach den schweren Anschlägen in Frankreich hat sich ein Paar als Opfer ausgegeben, um staatliche Entschädigungen zu kassieren. Ein Gericht im südfranzösischen Grasse verurteilte die beiden am Mittwochabend wegen versuchten Betrugs zu vier und sechs Jahren Gefängnis.

Der 36-jähriger Mann und seine 29-jährige Partnerin hatten sich nach dem Anschlag von Nizza vom 14. Juli 2016 an einen staatlichen Entschädigungsfonds gewandt, um Opferhilfen zu bekommen. Mitarbeiter des Fonds wurden aber stutzig, weil sich das Paar bereits nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 als Opfer ausgegeben und zusammen 60'000 Euro erhalten hatte.

Tod von 76 Menschen für Bereicherung missbraucht

Die eingeschalteten Ermittler konnten nachweisen, dass sich das Paar während der Pariser Anschläge in Wahrheit in Südfrankreich aufhielt. Der Mann und die Frau wurden deswegen im Dezember 2016 zu Haftstrafen verurteilt.

Später gaben die beiden zu, auch nach dem Anschlag von Nizza mit 86 Toten gelogen zu haben – sie befanden sich zum Zeitpunkt der Lastwagen-Attacke gar nicht in der Stadt. Dafür wurden sie nun zu einer weiteren Haftstrafe verdonnert.

(mch/afp)

Erstellt: 20.04.2017, 14:06 Uhr

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