Ausland

Ruhigste Nacht seit Ausbruch der Krawalle in Griechenland

Die Krawalle sind in Griechenland am Mittwochmorgen abgeflaut. Doch Streiks legen das öffentliche Leben lahm.

Es sei sie ruhigste Nacht seit Ausbruch der Ausschreitungen am Samstagabend, berichtete das Staatsradio.

«Seit 2.00 Uhr hatten wir keinen Zwischenfall», teilte am Mittwochmorgen die Polizei in Athen mit. Auch in Thessaloniki und der Hafenstadt Patras hat sich die Lage entspannt.

Wegen umfangreichen Streiks, die schon vor Ausbruch der Randale ausgerufen worden waren, kommt es seit dem frühen Morgen zu Beeinträchtigungen vor allem im Bereich Verkehr. Es gibt bis Mitternacht keine Flüge, weil die Fluglotsen streiken und der griechische Luftraum komplett geschlossen bleibt.

Gestrandete Reisende gab es jedoch nicht, da die Fluglinien bereits seit Tagen keine Buchungen mehr annahmen und ihre Kunden benachrichtigt hatten. Zudem bleiben die Schulen und die Ministerien geschlossen.

Hotels und Taxis werden dagegen nicht bestreikt. Die Gewerkschaften wenden sich damit gegen die Lohnpolitik und Reformen im Rentensystem der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis.

Wegen der angespannten Lage und aus Angst vor Ausschreitungen beschlossen die Gewerkschaften, nur Kundgebungen an bestimmten Orten wie am Syntagmaplatz im Zentrum Athens zu veranstalten. Auf Demonstration durch die Strassen Athens wurde verzichtet, berichtete das Staatsradio weiter. (mma/sda/)

Erstellt: 10.12.2008, 08:52 Uhr