Ausland

Achtjähriges Mädchen wird zum Symbol gegen jüdischen Fanatismus

In Israel haben die Spannungen zwischen orthodoxen und säkularen Juden einen neuen Höhepunkt erreicht. Angefangen hat alles mit einer Attacke gegen das achtjährige Mädchen Naama Margolese.

Einst aus den USA nach Israel ausgewandert: Naama Margolese und ihre Mutter Hadassa.
Bild: Keystone

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Israelische Frauenrechtlerinnen riefen in den letzten Tagen zu einem gewaltigen Protest auf. Tausende Menschen demonstrierten gegen die Diskriminierung von Frauen durch ultraorthodoxe Juden und skandierten Schriftzüge wie «Israel soll nicht wie der Iran werden» oder «Die Mehrheit bricht ihr Schweigen».

Dass ihr Marsch ausgerechnet durch Beit Shemesh, in der Nähe Jerusalems führte, ist kein Zufall. Denn in der konservativ-jüdischen Hochburg ereignete sich jüngst jener denkwürdige Vorfall, der den Stein erst ins Rollen brachte: Naama Margolese befand sich auf dem Schulweg, als sie plötzlich von mehreren Männern ultraorthodoxer Herkunft angefallen wurde. Sie bespuckten das achtjährige Mädchen und nannten sie eine «Prostituierte», wie die «New York Times» berichtet.

Grund für die Beschimpfung war die Kleidung von Margolese, die den religiösen Fanatikern zu freizügig erschien. TV-Crews, die über den Vorfall berichten wollten, wurden anschliessend in die Flucht geschlagen. Die weiblichen Reporterinnen bezeichneten die Ultraorthodoxen als «Shiksen», eine jüdische Bezeichnung für Dirne. Soldaten, die eingreifen wollten, wurden als «Nazis» abgetan.

Entsetzte Mutter

Hadassa Margolese zeigt sich gegenüber der Nachrichtenagentur AP entsetzt: «Es sollte doch möglich sein, dass jemand in einem ärmellosen T-Shirt und Hosen die Strasse entlang gehen kann, ohne dass er dabei schikaniert wird», sagt die Mutter von Naama, die mit ihrer Familie einst von Chicago nach Beit Shemesh auswanderte. «Das Einzige, was ich will, ist, dass ich friedlich zur Schule laufen kann», sagt das Mädchen.

Es dürfte nicht das erste Mal sein, dass ultraorthodoxe Juden jemanden aufgrund seiner Kleidung verurteilen. Doch seit die Aufmachung der Achtjährigen als «unanständig» beschimpft wurde, ist die Intoleranz der Religionsfanatiker das dominierende Thema in der israelischen Presselandschaft. Das Foto von Namaa zierte seither die Titelseiten sämtlicher grossen Tageszeitungen.

Das Mädchen befindet sich im Zentrum eines innerreligiösen Zwists, der mit den Demonstrationen dieser Woche einen neuen Höhepunkt erreichte. Die Auseinandersetzung hat sich längst zu einer Staatsaffäre ausgeweitet: Selbst Israels Präsident Shimon Peres rief am Dienstag seine Landsleute dazu auf, religiöse Fanatiker in die Schranken zu weisen. Die gesamte Nation müsse mobilisiert werden, um die Mehrheit aus den Händen einer kleinen Minderheit zu befreien, sagte er.

«Wir wollen unsere Stadt und Häuser retten»

Die Haredim genannten ultraorthodoxen Juden griffen bei mehreren Gelegenheiten die Polizei an, als diese in der Hauptstrasse von Beit Shemesh versuchte, Schilder zu entfernen, die zur Trennung der Geschlechter aufforderten. «Wir wollen unsere Stadt und Häuser retten», sagt Dov Lipman, ein 40-jähriger Rabbi und Aktivist, gegenüber der «New York Times». Die selbsternannten «Rettungsaktionen» gipfeln meist in Attacken auf das weibliche Geschlecht. Israelische Medien berichteten zuletzt wiederholt von Attacken auf Frauen. Etwa, dass Frauen sich weigerten, die in manchen Buslinien geltende Geschlechtertrennung einzuhalten und deshalb angegriffen wurden.

Die in den 1980er-Jahren auf Druck der Ultraorthodoxen eingeführte Regelung sieht vor, dass sich Frauen hinten hinsetzen. Frauenrechtlerinnen beobachten mit Sorge, dass die Ultraorthodoxen zunehmend aktiv für die Anwendung der religiösen Geschlechtertrennung eintreten.

(mrs)

Erstellt: 29.12.2011, 13:03 Uhr

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93 Kommentare

Gabor Horvath

03.01.2012, 21:42 Uhr
Melden

"die Dummheit religiöser Fanatiker ist seit jeher überall gleich." Warum sollte das in Israel also anders sein.. Antworten


Jean Sensbien

31.12.2011, 09:09 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Der linksliberale und schweizstämmige Professor Carlo Strenger weist in seinem neuen Buch, soeben erschienen bei Suhrkamp, genau auf diese Gefahr einer kommenden Theokratie in Israel hin. Demokratie, Wahlrecht für Alle und religiöse Gruppen, die Kinder am Laufmeter produzieren, vertragen sich nicht.
Viele Israelfreunde sorgen sich und unterstützen die aktuellen Proteste der Mehrheit der Israeli
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daniel meewis

31.12.2011, 07:37 Uhr
Melden 1 Empfehlung

das problem der extremen fanatiker beginnt das es leute gibt die das märchen vom lieben gott glauben.
der wahre gott,hat jedes grüppchen auf der erde.
also gibt es mehrere götter.
der eine gott sagt,unsere siedler dürfen das land von den anderen haben,
das war schon ein zeitchen her.
seitdem hat er nichts mehr gesagt.
könnte er vielleicht die menschen aufklären,dass er das nicht so gemeint hat ???
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Stefan Flüeler

30.12.2011, 17:15 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ein Schisma hat Israel befallen. Der Fall des kleinen Mädchens ist nur einer von vielen.
Da ist zB auch der Fall der Soldatin Doron Matalon (19), welche aus dem Dienst heimkehrte. Sie fuhr dazu in einem Bus und nahm vorne Platz. Das veranlasste einen Haredi-Mann (45) sie aufs Übelste zu beschimpfen, weil in Jerusalem Geschlechtertrennung im OeV herrscht, vorne die Männer, hinten die Frauen.
Antworten


Fritz Nussbaumer

30.12.2011, 03:11 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Es wäre mir angenehm, wenn mir die Baz mitteilen könnte, warum hier meine zwei Beiträge wieder gelöscht wurden. Zensur? Antworten


Nika Baumann

29.12.2011, 22:47 Uhr
Melden 12 Empfehlung

WARUM erhält dieser Artikel, in dem es "nur" um Bespucken, Steine werfen, Beleidigung geht, mehr Beiträge als derjenige über die Anschlagserie in Nigeria, bei der viele Menschen AN WEIHNACHTEN durch ultraislamistische Religiöse (eine "Sekte") getötet wurden.
WARUM ist der - berechtigte - Aufschrei im Fall von jüdischen Ultras ("Fanatiker") ungleich grösser als bei islamischen?
Antworten


monika weinfeld

30.12.2011, 10:43 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@H.Reichmuth: es ist einfach und daher naheliegend, die fehler immer bei den anderen zu suchen und trotzig im opferland zu verharren. es wird sie bzw. das IL volk keinen schritt weiter bringen. sie würden besser die protestierenden unterstützen, als die nicht-israelischen od. nicht-jüdischen kritiker als antisemiten zu difammieren.


Hugo Reichmuth

30.12.2011, 10:26 Uhr
Melden 5 Empfehlung

...weil man von der "Religion des Friedens" nichts Anderes erwarten kann....
...und weil Antisemitismus immer noch en vogue ist. Die hässlichen Fanatiker bestätigen ein bestimmtes Weltbild - selbst wenn die heftigen Proteste in Israel selbst diese bestimmte Weltbild Lügen strafen. Rassismus ist faktenresistent.


weinfeld monika

30.12.2011, 10:19 Uhr
Melden 7 Empfehlung

vielleicht ist eine erklärung dafür, dass die westl. medien und viele IL-freunde stets betonen, dass israel die einzige wahre demokratie und aufgeklärte gesellschaft im nahen osten ist und somit die ansprüche selbst in die höeh treibt. die orth. juden sowie die siedler und die appartheidspolitik passen jedoch überhaupt nicht in dieses idealisierte bild von IL. da sind nun einige zurecht empört...


Sophie Engel

29.12.2011, 22:24 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Irgendwie muss ich kichern, wenn ich sehe, wie sich die religiösen Juden wegen diesem Mädchen aufregen und sie als "Dirne" beschimpfen, weil sie Hosen trägt. Wenn die wüssten, wie die Mädchen hier bei uns in der Schweiz herumlaufen und in Overknee-Stiefeln zur Schule gehen... *LOOOOOL* Antworten


Marco Lardi

29.12.2011, 22:23 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ah, nun bekämpfen sich die Juden schon gegenseitig. Lehrt uns nicht die Geschichte, dass das Radikale nicht gut ist? Aber tun zwei das gleiche, ist es nicht daselbe. Nur getraut sich das niemand zu sagen/schreiben, ausser er setzt sich dem "rechtsradikalismuss" aus. Antworten


monika weinfeld

29.12.2011, 22:14 Uhr
Melden 6 Empfehlung

die sind ja schlimmer als die taliban... Antworten


Nicholas Fliess

30.12.2011, 09:35 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Na ja, Frau Weinfeld, die Taliban sind doch ein wenig gewalttätiger...


Alexander Avidan

29.12.2011, 21:26 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ultraorthodoxe haben die gleichen Rechte wie sekuläre Juden. Sie werden vom Militärdienst aufgrund von Gesetzen, die von allen nicht-religiösen Parteien unterstützt wurden, befreit. Und wenn ein sekulärer Jude auf der Uni Philosophie und Geschichte studiert, trägt er etwas zur volkswirtschaftlichen Wohlfahrt zu? Fast alle ultraorthodoxen Frauen arbeiten und bezahlen Steuern. Antworten


Alexander Avidan

29.12.2011, 21:17 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Liebe Kommentatoren. Es ist doch unglaublich, wieviel Schwachsinn hier von Leuten produziert wird, die von Israel keine Ahnung haben. Ich leben hier in Israel und kann Euch allen bescheinigen: Es handelt sich hier um eine sehr kleine Splittergruppe, die viel Staub aufwirbelt. Deren Aktionen werden von alle Israelis, auch "normalen" ultraorthodoxen scharf verurteilt. Antworten


D. Steinhalder

29.12.2011, 21:14 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Sehr geehrte Leser
Man sollte sich nur äussern, wenn man auch weis wovon man spricht. Als selbst streng orthodoxer Jude der viel in Israel ist, kenne ich die Situation sehr gut. Tatsache ist, dass 99% der ultraorthodoxen Juden diese Gewalt ablehnt. Praktisch alle Rabbiner haben in den letzten Tagen ihre Anhänger aufgefordert sich davon zu distanzieren. Dies ist eine sehr kleine Gruppe.
Antworten


Anita M. Dürr

29.12.2011, 20:22 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Jetzt wird langsam klar, weshalb die israelischen Regierungen der letzten 30 Jahre keinen Frieden mit den Palästinensern machen konnten: Nach einem Frieden hätten sie im eigenen Land aufräumen und solche Probleme lösen müssen. Alles klar?! Antworten


Nicholas Fliess

30.12.2011, 09:15 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Nein, Frau Dürr, die beiden Dinge haben herzlich wenig miteinander zu tun. Die aggressiven Ultraorthodoxen sind eine kleine, unbeliebte Minderheit, welche im Zaum gehalten werden kann. Schwieriger ist es für Israel, vom arabischen Umfeld akzeptiert zu werden, mit und ohne eigene Fehler...


stefan schneider

29.12.2011, 20:21 Uhr
Melden 4 Empfehlung

wenn schon geschlechtertrennung, dann aber richtig und siehe da, das problem wird sich von alleine lösen, denn wenn man die geschlechter richtig trennt, werden sich diese ultraorthodoxen gar nicht mehr fortpflanzen und werden somit aussterben. Antworten


victor brunner

29.12.2011, 20:20 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Was ist der Unterschied von Israel zum Iran. Im Iran wachsen Datteln, in Israel Grapefruits. Sonst gibt es wenige. Israel hat Atomwaffen, Iran vermutlich. In Israel kapituliert die Regierung vor den orthodxen Frauenverächtern, im Iran unterstützt die Regierung Frauenverächter! Was der Iran nicht hat, ist der Mitleidsbonus der westlichen Regierungen. Antworten


victor brunner

30.12.2011, 18:41 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Liebe Giella, es ist eben keine Zivilgesellschaft mehr. Eine Zivilgesellschaft definiert sich auch im Umgang mit Nachbarn. Fakt ist Israel zerstört ganze Generationen der Palästinenser. Dies ist nur möglich weil die Regierung unter einem militärisch/orthodoxen permanenten Druck steht und keinen Respekt mehr vor anderen Völkern hat..


Wolfgang Giella

30.12.2011, 15:35 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@ Brunner: Das ist definitiv sinnfrei! In Israel darf frei demonstriert werden, es gibt oppositionelle TV-Sender und Printmedien, es gibt wie bei uns einzelne Religions-Fanatiker, die einer gesunden Zivilgesellschaft gegenüberstehen. Im Iran haben die Anhänger der Theokratie auf dem Land die Mehrheit, die Städter leiden unter den Religiösen, sie bilden aber leider eine Minderheit im Iran.


Reto Zumstein

30.12.2011, 11:03 Uhr
Melden 9 Empfehlung

@Brunner: Vermutlich wollen Sie nicht begreifen, um was es hier geht, Herr Brunner. Diese Extremisten werden von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Hier von einer Kapitulation zu sprechen, zeigt einfach, dass Sie von der ganzen Lage im Nahen Osten nicht die geringste Ahnung haben. Aber Sie konnten wenigstens Ihren Frust abladen.


Nesa Candrian

29.12.2011, 19:26 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Ultraorthodoxe hätten nicht so viel Macht, wenn sich Rechte, Mitte und Linke auf eine gemeinsame Regierung einigen könnten. Ultras haben nur wenige % Wähleranteil, bilden aber meistens das Zünglein an der Waage für eine Mehrheit und fordern dann auch gute Ministerposten für ihre Leute. Die Mehrheit stand noch nie hinter den Ultras und wünschen sich schon lange andere Verhältnisse. Antworten


Beatrice Schellenberg

29.12.2011, 17:59 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Marc Huber14:00, Sie schreiben ...Strickte Trennung von Kirche und Staat,... wieso hat dann der ZH Kt.Präsi (Hr. Attenhofer) 2005 die Kantonsratssitzung in einer Synagoge eröffnet? Weil es beim Thema: Juden, auch hier in der CH keine Trennung zw. Staat und Religion gibt. Antworten


Nicholas Fliess

30.12.2011, 09:53 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Auch wenn ich ebenfalls für eine Trennung von Kirche und Staat bin, Frau Schellenberg, weshalb haben Sie bloss bei Synagogen und Juden ein Problem?


Vera Bachmann

29.12.2011, 17:56 Uhr
Melden 56 Empfehlung

Vor einigen Wochen war im Tagi (?) ein Bericht aus Ägypten zu lesen: Koptische Lehrerinnen dürfen neu nur mit islamischem Kopftuch unterrichten, auch einigen christlichen Schülerinnen wurde der Schulbesuch verwehrt, da sie kein islamisches Kopftuch trugen. Wen hat's in der Schweiz gekümmert? NIEMANDEN! So verschieden ist also die Wahrnehmung der Mehrheit..... Antworten


Fredy Born

29.12.2011, 17:23 Uhr
Melden 73 Empfehlung

Ich frage mich, was ein solches Verhalten noch mit Religion und Gott zu tun hat. Einfach nur abscheulich.............. Antworten


Matthias Freiburghaus

29.12.2011, 17:13 Uhr
Melden 63 Empfehlung

Gut,dass säkulare Israelis endlich anfangen, sich gegen diese reaktionären Zumutungen zu wehren. Viel zu lange liess es die gemässigte und säkulare Mehrheit in Israel zu, dass sich eine kleine, fundamentalistische Minderheit immer mehr Macht anmasst.
Für eine sich als jüdisch verstehehnde Gesellschaft ist dieser Konflikt nicht einfach. Meine Sympathie für jene, die sich jetzt wehren.
Antworten


Stephan Huber

29.12.2011, 17:07 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Die säkular orientierten jungen Israeli haben die Nase langsam voll von den ultraorthodoxen Hardlinern, die nur fordern und die Hand aufhalten. Tora-Schulen tragen eben herzlich wenig zur volkswirtschaftlichen Wohlfahrt Israels bei. Warum nicht das Stimm- und Wahlrecht abhängig machen von der Ableistung von Wehrdienst. Da dürften viele Ultras rasch geschmeidiger werden. Antworten


Carmen Kleiner

29.12.2011, 22:25 Uhr
Melden

@Huber: 2 Beiträge wurden geblockt... War schon mehrmals in IL, hatte auch mit Orthod.(nicht Ultra) zu tun, die in der Jeshiva waren und jetzt studieren oder arbeiten und so ihren Beitrag an die Volkswirtschaft leisten. Kann daran nichts falsches sehen. Zudem: es waren orthod. Thoraschüler, die eine Moschee, die von Ultras letzte Woche besprayt wurde, reinigten.


Carmen Kleiner

29.12.2011, 20:14 Uhr
Melden

@Huber: mir geht's nicht um pro/contra, sondern um Facts. Aber so gefragt, bin ich pro IL, aber weiss auch, dass IL nicht perfekt/fehlerfrei ist. Wenn ich in IL Ferien mache, komme ich auch mit orthod. Juden zusammen, die von Ultras zu unterscheiden sind und trotz Thoraschule ihren Beitrag an die Gesellschaft leisten. Deshalb: nicht verallgemeinern. Hatte aber auch gute Erlebnisse mit Ultras.


Carmen Kleiner

29.12.2011, 20:08 Uhr
Melden

@Huber:wovon habe ich keine Ahnung,lerne gerne hinzu? Sollte ich mein Bsp. vielleicht so benennen: wer nicht Wehrdienst in der CH-Armee leistet, darf nichtt mehr stimmen/wählen?(Was dann im Gegensatz zu IL bedeuten würde, dass das Frauenstimmrecht zu weiten Teilen aufgehoben wäre). Kenne übrigens Leute, die in der Thoraschule waren/sind und jetzt studieren/arbeiten/Ausbildung planen.


Stephan Huber

29.12.2011, 19:34 Uhr
Melden 5 Empfehlung

@Kleiner: Ihr Kommentar zeigt mir doch eher, dass Sie von den Umständen in Israel keine Ahnung haben und dazu noch fröhlich aus irgendwelchen Apfel- und Birnenkörbchen durcheinandermischen. Ach ja, und ich bin pro Israel, weshalb ich mir auch drastisch zu argumentieren wage. Bei Ihnen hingegen bin ich trotz allem nicht ganz so sicher......


Nesa Candrian

29.12.2011, 19:22 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Flückiger: seit wann besuchen Kinder Thora oder Bibel-Schulen? Ich kenne nur solche für (junge) Erwachsene. Und ich finde es wie Fr. Kleiner nicht schlimm, sich für den Glauben und beständige Werte zu interessieren, solange man anderen gegenüber tolerant ist. Die meisten gläubigen Juden und Christen sind tolerant, fordern aber auch für sich selbst Toleranz ein. Warum alle in einen Topf werfen?


Thomas Flückiger

29.12.2011, 18:41 Uhr
Melden 26 Empfehlung

@Kleiner: Wie kommen Sie auf die Idee, das es "gute" Thora- oder Bibelschulen geben solle? Würde ich von der Religion geprägte Begriffe wie "Gut" und "Böse" nicht grundsätzlich ablehnen, so müsste ich alle diese Schulen als "böse" bezeichenen. Immerhin haben sie keinerlei positiven Effekte, helfen jedoch bei der Verbreitung von Intorleranz und Zwietracht. Das ist ganz normaler Kindsmisbrauch!


Carmen Kleiner

29.12.2011, 18:08 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Huber: Es gibt solche und solche Tora-Schulen, so wie es verschiedene Bibelschulen gibt, es gibt auch gute. Nicht verallgemeinern und abwerten, wenn sie keine Ahnung haben...
Würden Sie in der CH eine Initiative unterschreiben, bei der man Sozialhilfeempfängern (evt. auch IV-Rentnern oder Arbeitslosen) das Stimm- und Wahlrecht wegnimmt? Ehrliche Antwort - und anschliessend Kommentar überdenken!


Thomas Flückiger

29.12.2011, 15:57 Uhr
Melden 88 Empfehlung

Alle Religionen basieren auf Lügen. Mal werden Sie benutzt um diese, mal um jene zu unterdrücken. Und aus keinem anderen Grunde wurden sie erdacht. Antworten


fuchsia berner

29.12.2011, 15:50 Uhr
Melden 61 Empfehlung

Männer eben, die sich für das höchste aller Gefühle nehmen. Ob sie vergessen haben, dass eine Frau sie zur Welt gebracht hat? Ob sie ihre Mütter auch so demütigen und als ein "Nichts" behandeln?? Schämt euch. Antworten


Marcus Ballmer

29.12.2011, 17:18 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Ich bin ein Mann, fühle mich aber überhaupt nicht betroffen und sehe keinerlei Anlass, mich zu schämen. Ich wüsste nicht, wieso. Schämen sollten viel mehr Sie sich, Fuchsia Berner, für Ihre haltlosen Pauschalisierungen. Solch unqualifizierten Äusserungen sind der Nährboden für Hass und Streit.


Alexander Müller

29.12.2011, 15:45 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Dagegen ist unsere Kopftuch-Debatte geradezu ein Klacks. Religiöse berufen sich auf ihre Religionsfreiheit, wenn es um ihre aussergewöhnliche Kleidung geht. Anderen Menschen wollen sie die Freiheit sich zu kleiden bzw. so herumzulaufen wie sie das wollen aber dann doch nicht zugestehen. Soviel zu dieser religiösen Doppelmoral und Scheinheiligkeit. Am besten nackt oder oben ohne demonstrieren... Antworten


Ernst Rietmann

29.12.2011, 15:44 Uhr
Melden 69 Empfehlung

Wären es Islamisten, würden einige Regierungen Zeter und Mordio schreien und diverseste Massnahmen fordern. Antworten


Betty Müller

29.12.2011, 23:03 Uhr
Melden 4 Empfehlung

(2/2) Am 11.12.11 griffen Polizisten 64 junge Punks auf, ihr Lebensstil sei nicht mit Islam vereinbar. Ihnen wurden die Köpfe rasiert und sie wurden einem Umerziehungsprogramm unterworfen.


Betty Müller

29.12.2011, 23:02 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Von Wikipedia zu Aceh, Indonesien: Einführung Scharia ist mit massiver Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte verbunden.Frauen dürfen keine engen Hosen mehr tragen, wenn sie keinen knöchellangen Rock darüberziehen.Unverheiratete Paare dürfen nicht zu eng nebeneinandersitzen. Unangepasstes Verhalten wird von Scharia-Polizei geahndet. (1/2)


Betty Müller

29.12.2011, 22:36 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Wyss: aber in der Türkei werden die Frauen immer mehr gedrängt, sich "schicklich" zu kleiden und Kopftuch zu tragen. Ich weiss auch von Türkinnen in der Schweiz, die seit ca. 2 J. Kopftuch tragen - wegen ihres Umfelds. Reisehinweise Bund zu Mal: Ehemann hat beispielsweise das Recht, im Extremfall die Ausreise seiner Ehefrau und Kinder - unabhängig von deren Staatsangehörigkeit - zu verhindern.


Petra Wyss

29.12.2011, 21:12 Uhr
Melden 8 Empfehlung

@ Fr. Müller: Sie kennen offenbar nur wenige Länder, wo der Islam die Volksreligiion ist. Wenn Sie in Ländern wie Indonesion, Malaysia etc gereist wären, wüssten Sie, dass es sehr wohl tolerante islamische Länder gibt.. Die Türkei ist im übrigen ein sehr gutes Beispiel für ein demokratisches islamisches Land - es hat das Frauenstimmrecht 1934 eingeführt - 37 Jahre vor der Schweiz!


Betty Müller

29.12.2011, 18:12 Uhr
Melden 16 Empfehlung

So? In welchem islam. Land gibt es denn keine Zwänge? Marokko, Ägypten, vermehrt auch die Türkei gehören sicher nicht dazu. Die Frauen in den sog. "palästinensischen" Gebieten sind alle hübsch verpackt, eh. verschleiert - und keine linksgrünen CH-Politiker oder Kommentatoren stören sich daran. Warum eigentlich nicht? Können Sie mir eine Erklärung geben zum Unterschied zw. Juden und Moslems?


Moses Maimon

29.12.2011, 17:23 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Wohl kaum. Dort ist es an der Tagesordnung.


Lukas Lanzendörfer

29.12.2011, 15:39 Uhr
Melden 65 Empfehlung

In Israel leben mehr als 700'000 Ultraorthodoxe. Sie haben im Schnitt 7 Kinder und obwohl sie den Staat Israel mehrheitlich ablehnen, gehen sie leider trotzdem wählen. Wenn den säkularen Juden etwas an ihrem Staat und der Demokratie gelegen ist, sollten sie sich beeilen. Denn mit mehrheitsdemokratischen Mitteln ist es sonst bald zu spät. Antworten


Lukas Lanzendörfer

30.12.2011, 01:46 Uhr
Melden

Schön wäre es. Die Quelle ist z.B. "Ultraorthodoxes Judentum" auf Wikipedia. Aber am besten reist man, wie ich es diesen Herbst getan habe, selbst nach Israel und schaut sich um. In Jerusalem gibt es Fundis wie Sand am Meer. Lustigerweise sieht man jedoch in TelAviv weit und breit keinen einzigen. Das Land ist gespalten wie kein anderes. Aber am besten selbst überzeugen. Das Land ist sehr schön.


aaron platz

29.12.2011, 21:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

woher haben sie den ihre zahlen frau reuteler?


Beat Reuteler

29.12.2011, 16:09 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Wo haben SIe diese Zahl her. Einen Kommafehler anzunehmen wäre wohl etwas optimistisch aber wenn Ihre Angabe stimmte hätten sie 10%. Das ist sehr sehr unwahrscheinlich, da dies normalerweise die Zahl der Menschen ist, die überhaupt an Gott glauben. Diese alle als Ultraorhodox zu bezeichnen wäre aber ein kapitaler Fehler.


Bojan Antonovic

29.12.2011, 15:36 Uhr
Melden 89 Empfehlung

Bei solchen Landsleuten braucht man keine Feinde! Antworten


Klaus Bruggisser

29.12.2011, 15:34 Uhr
Melden 118 Empfehlung

Auf dieser Welt gibt es nun wirklich nichts überflüssigeres, dümmeres, menschenverachtenderes als religiöse Fanatiker. Die Menschheit wird eines Tages durch ihre Religionen zugrunde gehen. Was im Namen eines sogenannten "Glaubens" schon alles vor die Hunde gegangen ist, ist beschämend. Da sind sogar die Tiere dem Menschen überlegen. Antworten


Lennart Kirill

29.12.2011, 14:31 Uhr
Melden 177 Empfehlung

Soweit ich weiss leben diese Ultraorthodoxen meistens von der Sozialhilfe und von den Kinderzulagen ihrer kinderreichen Familien und widmen sich vollständig dem Studium der Tora anstatt der Arbeit. Mich erstaunt daher die Bereitschaft der säkulären Israelis, mit ihren Steuern Leuten die sie verachten und bespucken auch noch den Lebensunterhalt zu bezahlen. Warum tun die sich das an? Antworten


Petra Wyss

29.12.2011, 21:02 Uhr
Melden 13 Empfehlung

@ Abächerli: Thema verfehlt, Note 1! In diesem Artikel geht es nicht um die Schweiz. Aber vermutlich können Sie nicht anders, als Ihre Xenophobie unter die Leute zu bringen...
PS. Beweisen Sie, dass Ausländer vom Staat eine Nobelkarosse bezahlt erhalten. Wetten, Sie können das nicht? Solche Behauptungen aufzustellen wider besseren Wissens bezeichnet man als Lüge.


Vera Bachmann

29.12.2011, 16:40 Uhr
Melden 12 Empfehlung

@ess: was ich wahrnehme, ist, dass Sie ein sehr einfaches Weltbild haben und alle Juden in einen Topf werfen. Ich bin öfters in Israel und erlebe die meisten Menschen als sehr freundlich, äusserst hilfsbereit und gastfreundlich, u.a. auch ultraorthodoxe oder orthodoxe Juden.
Wenn sie Bilder von Pyro-Fussballfans oder Ultralinken-Randalierern sehen, würden sie auch nicht in die Schweiz kommen?


peter ess

29.12.2011, 15:26 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Nicht nur das - die äussere Sicherheit wird auch von den anderen wahrgenommen. Sei es wie es ist - wenn sie ihres gleichen nicht schätzen, werden sie mich schon gar nicht schätzen und somit werde ich niemals ihr Gast sein ....


Hans Gysin

29.12.2011, 14:41 Uhr
Melden 124 Empfehlung

@Kirill.Beinahe richtig. Doch sind es die Frauen dieser Fanatiker, welche neben der Kindererziehung oft hart arbeiten müssen,damit die "Herren" der Schöpfung ihr Leben dem Torastudium widmen können. Umso beschämender, dass sich diese Kerle den Frauen gegenüber so benehmen. Dazu kommt, dass viele dieser Ultras den Staat Israel ablehnen, sich aber nicht zu schade sind die hoehle Hand zu machen.


kaya wirth

29.12.2011, 14:26 Uhr
Melden 63 Empfehlung

irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass religion immer wieder zweck-entfremdet wird um die unterdrückung der frau zu legitimieren. wer weiss schon was gott einst wirklich sagte? all diese göttlichkeiten haben ebenbürtige partner geschaffen. keiner kann die göttlichkeit weitervererben, wenn er nicht den anderen schätzt. Antworten


André Gross

29.12.2011, 15:13 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Das ist eine falsche Vermutung. Viele Religionen setzten früher auf Matriarchismus. Das Problem kommt hauptsächlich von dem jüdischen / christlichen und muslimischen Glauben her.
Das diese eng miteinander Verwandte Wüstenglauben sind, ist dabei kein Zufall.


Patrick Guggisberg

29.12.2011, 14:19 Uhr
Melden 65 Empfehlung

Religiöser Fanatismus. Ein Unding. Und derart fliessend ist die Grenze zwischen Religion und Fanatismus... Antworten


Urs Müller

29.12.2011, 14:16 Uhr
Melden 83 Empfehlung

Es geht hier um *Ultra*orthodoxe. Also Extremisten. Diese sind in allen Religionen Störenfriede und Unruhestifter. Siehe auch die Ultra-Evangelikalen Koranverbrenner in den USA oder Abtreibungsgegner, welche vor Mord an Ärzten nicht zurückschrecken. Selbstverständlich gilt das auch für die radikalislamischen Fundis zB in Somalia. Oder radikale Sikkhs etc. Antworten


Yves Arnold Schneider

29.12.2011, 14:14 Uhr
Melden 78 Empfehlung

Es ist erschreckend wie in der heutigen, eigentlich aufgeklärten Zeit solch religiöser Fanatasmus wieder aufleben kann. Ich bin froh und alle Israelkritiker sollten sich dies zu herzen nehmen, dass in Israel dagegen Protestiert werden kann, ja dass sogar Politiker sich für Demokratie und Freiheit, auch religiöse, einsetzen. In vielen islamischen Staaten wäre sowas undenkbar. Antworten


Panos Ketikidis

29.12.2011, 14:06 Uhr
Melden 86 Empfehlung

Religiöse Fanatiker sind immer und überall gleich. Ich hoffe, dass unsere freie, liberale und demokratische Gesellschaft sich zu währen weiss.Freiheit (persönliche) sollte über allem stehen und vor nichts und niemandem kuschen. Witze wille ich über Hilter und Stalin und von Jesus zu Mohamed bis zum Konfuzius machen können. Antworten


Thomas Flückiger

29.12.2011, 19:19 Uhr
Melden 24 Empfehlung

@Pia Suter: Wollen Sie damit sagen, man dürfe keine Witze über die Schweiz machen, weil Sie dies eventuell verletzen könnte? Wenn Sich jemand durch einen Witz oder eine Karrikatur verletzt fühlt, dann trifft sie wohl einen wahren Punkt. Der Witz mag angebracht sein oder auch deplatziert. Erlaubt sein muss er jedoch immer. Trifft ja meist nicht grad die Schwächsten. Wollen ja Weltreligionen sein...


Pia Suter

29.12.2011, 19:09 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wenn Sie es nötig haben, die religösen Gefühle Ihrer Mitmenschen zu verletzen, bitte. Zeigt nur eine Facette Ihres Charakters auf, Feinfühligkeit und Respekt gegenüber Andersdenkenden ist wohl nicht Ihr Ding. Wie wär's wenn man über Sie oder über Ihre Überzeugungen - oder über Griechenland - Witze reissen würde?


Marc Huber

29.12.2011, 14:00 Uhr
Melden 55 Empfehlung

Religiöser Fanatismus muss im Keime erstickt werden, auch bei uns. Strickte Trennung von Kirche und Staat, keine Sonderrechte für evangelikale Sekten und islamische Fundis. Bald wird Israel wie Saudi-Arabien und Frankreich gibt es bereits erste Tendenzen - etwa die Forderungen von islamischer Seite, Frauen im öffentlichen Dienst müssten sich "sittlich" anziehen. Antworten


Elvira Gugger

29.12.2011, 22:52 Uhr
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@Candrian: Und doch gibt es offenbar seit den 80ern ein Gesetz (oder eine regelung), die vorschreibt, dass Frauen im ÖV hinten sitzen müssen...??? Wie kann man denn als tolerante Gesellschaft so was zulassen (acuh wenn die Regelung offenbar meistens missachtet wird)???


Nesa Candrian

29.12.2011, 19:04 Uhr
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Nein, Israel wird nicht wie Saudi-Arabien, dafür sind demkoratische Rechte, persönliche Freiheit und ja, auch Toleranz der Mehrheit zu tief verankert. Frauen sind gut ausgebildet, sind in guten Positionen und haben entscheidend mitgeholfen, den Staat aufzubauen. In Israel fahren Frauen ungestraft Auto und würden es niemlas zulassen, wenn man ihnen das verbieten würde....


Andreas Meier

29.12.2011, 18:30 Uhr
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Bravo Marc! Es gibt auch bei uns schlimme Tendenzen, die von Evangelikalen ausgehen.


Theo Sprecher

29.12.2011, 13:42 Uhr
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Religiöse Gefühle sind grundsätzlich zu respektieren. Wenn aber mehrere Männer - ganz egal warum - ein achtjähriges Mädchen attackieren, dann können sie sich nur noch dafür schämen und mit ihnen die ganze Gemeinschaft deren sie angehören! Alle Juden erwarten - fast überall auf der Welt - dass man sie (zu recht!) mit Respekt behandelt. Sind die ortodoxen Juden so intollerant geworden? Antworten


Vera Bachmann

29.12.2011, 18:15 Uhr
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Meine Kollegin IST orthodoxe (nicht ultraorthodoxe) Jüdin und ihre ganze Familie ist sehr aufgeschlossen, als Nichtjüdin bin ich bei ihnen immer willkommen, durfte auch schon Shabbat bei ihnen verbringen. Verallgemeinerungen sind erbärmlich.


Roger Baur

29.12.2011, 16:46 Uhr
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Religiöse Gefühle muss ich nur respektieren wenn sie auch meine Lebensweise respektieren. Ich bin Ignostiker u. erlebe leider oft das Gegenteil. Religionen verleitet leider oft dazu die Verantwortung abzugeben.


Roswitha Kunz

29.12.2011, 14:25 Uhr
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Alle Menschen sind mit Respekt zu behandeln, dies ist kein jüdisches Monopol!


Marc Schumacher

29.12.2011, 13:37 Uhr
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Da zeigt sich, dass Israel eben ein echt demokratisches Land mit freier Meinungsäusserung ist! Ganz im Gegensatz zu den umliegenden, arabischen Nachbarn. Dort spricht sich niemand so vehement GEGEN den religiösen Fanatismus aus, geschweige demonstriert dagegen. Das käme in den islamischen Nachbarländern einem Todesurteil gleich, gegen Islamisten zu demonstrieren. Antworten


Nika Baumann

29.12.2011, 19:18 Uhr
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@Meier: eigentlich heisst demokratisch, dass die Mehrheit bestimmt (ist Mitbestimmung). Ob ein Entscheid gut oder schlecht ist, darüber sagt "Demokratie" eigentlich nichts aus. Nehmen Sie dafür z.Bsp. EU-Beitritt von CH oder Wahl von Hamas: ob dies nun gut oder schlecht war, ist Ansichtssache. In diesem Fall ist die Mehrheit GEGEN solche Regeln und setzt sich auch dafür ein.


Reto Zumstein

29.12.2011, 18:01 Uhr
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@Meier: Nein, es eben nicht demokratisch. Deshalb wehrt sich auch die Mehrheit dagegen. Aber offenbar wollten Sie einfach die üblichen Anschuldigungen gegen Israel platzieren, Herr Meier. Den Artikel haben Sie anscheinend nicht verstanden.


Peter Meier

29.12.2011, 17:33 Uhr
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Echt demokratisch, wenn Frau im Bus hinten sitzen muss? Dies hat wohl kaum mit Mitbestimmung zu tun. Von Marokko bis zur israelischen Grenze gibt es kein Land, das eine Geschlechtertrennung im Bus kennt. Der letzte Staat, der ähnliches kannte, war Südafrika unter der Herrschaft der Weissen.


Shelly Carbon

29.12.2011, 16:29 Uhr
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@Oddenbroch: Hallo? Haben Sie den Artikel richtig gelesen - und verstanden? Ein paar wenige versuchen neue Regeln einzuführen - eine Mehrheit wehrt sich. Wie sieht es denn z. Bsp. im Gazastreifen od. Ägypten aus? Wer wehrt sich den gegen die Fundis, die Frauen zu Kopftüchern zwingen oder Kopten hinterhältig umbringen? - Ja genau: niemand! Also lassen Sie Israel bitte in Ruhe!


Andy Ziegler

29.12.2011, 15:51 Uhr
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@ Oddenbroch: Ihre Aufzählung hat nichts mit dem Staat Israel oder Demokratie zu tun. Fundis versuchen weltweit, anderen ihre Meinung aufzudrücken, z.B. eine Freundin von mir wurde in Biel von Immigranten aufgefordert, ein Kopftuch zu tragen. Was sich für mich jedoch demokratisch und frei anhört ist die Fähigkeit der Israelis ihre Meinung öffentlich auszudrücken ohne staatliche Repressalien.


Moses Maimon

29.12.2011, 14:44 Uhr
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@Otto: Demokratisch und frei, weil es in Israel nicht rechtens ist dies zu tun und weil man sich in Israel öffentlich dagegen wehren kann, wenn eine fanatische Splittergruppe sich so abartig verhält. In vielen nicht-demokratischen Ländern ist aber gerade die hier angeprangerte Verhaltensweise zulässig und sie dürften nicht gegen diese demonstieren. Sehen SIe den Unterschied oder wollen Sie nicht?


Otto Oddenbroch

29.12.2011, 14:30 Uhr
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Demokratisch und frei hört sich aber gewaltig anders an als, Mädchen bespucken weil sie T-Shirts tragen, Frauen die im Bus hinten sitzen müssen, Polizisten die angegriffen werden weil sie Recht und Ordnung durchsetzen wollen....
Was kommt als nächstes ? Die demokratische und freie Steinigung ?
Ein Hauch mehr Selbstkritik und Selbstreflexion wäre doch schon angebracht.


Fabian Schorp

29.12.2011, 13:36 Uhr
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Fanatiker sind halt bei jeder Glaubensgemeinschaft ein Problem. Dass die Haredim sich äusserst ähnlich wie die Nazis aufführen ist beschämend und dumm, und ein Beweis dafür, dass sich jede 'Meinung' rationalisieren lässt. Schön, dass sich die Israelis dagegen zur Wehr setzen. Antworten


Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani

29.12.2011, 13:35 Uhr
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Also erstens heisst das jiddische Wort "Schickse" nicht Dirne sondern Nicht-Jüdin, eine Chonte wäre eine Dirne und zweitens funktioniert die Zivilgesellschaft toll, wenn sogar der Staatspräsident für die Demo gegen religiösen Fanatismus ist. Antworten


Nicholas Fliess

30.12.2011, 17:34 Uhr
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@ Hartgens: Warum sind Sie denn so frustriert? Der Dorfpolizist war/ist eine wichtige Respektsperson. Und ja, Sie produzieren sich offenbar, ohne zum Thema beizutragen. Der von Ihnen kritisierte Beitrag war übrigens durchaus sachlich...


Hans-Joachim Hartgens

29.12.2011, 20:11 Uhr
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@Fliess+@Suter: Sachliche Beiträge in diesem Forum, wenn es um Religion geht, habe ich noch keinen gefunden! Aber jede Menge "Besserwisser"! Muss ich mich da auch noch produzieren? Ich bin kein russischer Adel. Mein Grossvater war nur Dorfpolizist! Danke für Ihr Verständnis!


Nicholas Fliess

29.12.2011, 19:54 Uhr
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Herr Hartgens, sind Sie denn neidisch? Zum Thema selbst haben Sie aber keinen Beitrag? Man könnte Sie beinahe für einen frustrierten Schweizer halten...


Pia Suter

29.12.2011, 18:04 Uhr
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Fr. Tse, vielen Dank für Ihre Fakten. Ich schätze sachliche Kommentare sehr.


Hans-Joachim Hartgens

29.12.2011, 17:50 Uhr
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VON Iosseliani. Sie haben das Talent, sich überall und immer wieder in Szene zu setzen. CH sucht den Superstar Ihr nächstes Ziel?



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