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Aleppos jahrhundertealter Basar niedergebrannt
Weltkulturerbe zerstört: Der Basar auf einer Aufnahme von März 2007.
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Ein Grossbrand hat den historischen Basar der syrischen Stadt Aleppo verwüstet. Hunderte der Läden unter den mittelalterlichen Arkaden seien zerstört worden, als bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen ein Feuer ausgebrochen sei, berichteten Aktivisten.
Ein örtlicher Aktivist schätzte, dass in der Nacht zum Samstag die Mehrheit der Geschäfte niederbrannte. Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman, erklärte, mindestens 200 Läden seien zerstört worden. Die Brandursache sei unklar. Der Aktivist sagte, die syrischen Behörden hätten der Stadt die Wasserversorgung gekappt, sodass die Löscharbeiten schwierig seien. Der Markt war in den vergangenen Wochen fast täglich Schauplatz von Kämpfen.
Die UNESCO hat bestürzt auf die Zerstörung des historischen Basars von Aleppo reagiert. Es sei ein «grosser Verlust und eine Tragödie», dass die Altstadt der syrischen Metropole von den Kämpfen verwüstet worden sei, sagte der Direktor des Weltkulturerbeprogramms, Kishore Rao.
Weltkulturerbe
Das alte Zentrum von Aleppo wurde 1986 als Weltkulturerbe aufgenommen. Der historische Basar galt als einer der am besten erhaltenen in der gesamten Region.
Hunderte der Läden unter den mittelalterlichen Arkaden seien zerstört worden, berichteten Aktivisten. In dem Basar - einst eine der grössten Touristenattraktionen in der Stadt - wurden seit Jahrhunderten Lebensmittel, Stoffe und Gewürze verkauft.
Der örtliche Aktivist Ahmad al Halabi schätzte, dass die Mehrzahl der Geschäfte niederbrannte. Ein Video im Internet zeigte Rauch über Aleppo. Auch darin hiess es, Geschäfte stünden in Flammen. Al Halabi sagte, die syrischen Behörden hätten der Stadt die Wasserversorgung gekappt, sodass die Löscharbeiten schwierig seien.
Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) begann laut Aktivisten am Donnerstag mit einer Offensive. Es seien die schwersten Gefechte seit Wochen.
Viele Menschen von Regierungstruppen exekutiert
In der Hauptstadt Damaskus begann die Armee eine Offensive im östlichen Sektor Ghuta. «Die Armee will sich rächen, und vor allem die Zivilisten zahlen den Preis dafür», sagte der in Damaskus lebende Journalist Matar Ismail. Assads Truppen exekutierten zahlreiche Menschen.
Ghuta und Umgebung sind eine Hochburg der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA). Deren Kampfgruppe Tadschamo Ansar al-Islam hatte sich zu dem Bombenanschlag auf eine Kaserne im Zentrum von Damaskus vom Mittwoch bekannt.
Bombardements gab es laut Beobachtungsstelle auch in den Provinzen Daraa im Süden, Homs und Hama im Zentrum sowie in Idlib im Nordwesten Syriens. In der östlichen Provinz Deir Essor seien bei einem Luftangriff vier Menschen getötet worden.
Die USA stellten der syrischen Opposition unterdessen weitere Hilfen in Millionenhöhe in Aussicht. US-Aussenministerin Hillary Clinton kündigte bei einem Treffen der «Freunde Syriens» am Freitag in New York 15 Millionen Dollar für nichtmilitärische Zwecke und 30 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe an.
(mw/dapd)
Erstellt: 29.09.2012, 21:20 Uhr







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