Ausland
Algerien versetzt das Wochenende
Zum Auftakt der neuen Regelung arbeiteten Behörden, Läden und Betriebe am Donnerstag erstmals wie an einem normalen Wochentag. Mit der Verschiebung des Wochenendes will Algerien die enormen Verluste begrenzen, die dem Land durch die seit drei Jahrzehnten geltende alte Wochenendregelung entstanden waren.
Bislang teilte Algerien nur drei Werktage mit der wirtschaftlich wichtigen westlichen Welt. Nun sind es vier. Den islamischen Gebetstag Freitag wollte die algerische Regierung allerdings nicht für die Wirtschaft opfern.
Nach Berechnungen der Internationalen Finanz-Corporation der Weltbankgruppe sind Algerien durch die alte Regelung pro Jahr Einnahmen zwischen 500 und 700 Millionen Dollar entgangen. Die Verlegung des Wochenendes könnte ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent bewirken. (bru/sda)
Erstellt: 13.08.2009, 16:42 Uhr
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