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Anschlag auf CIA war Rache für Mehsud

Aktualisiert am 07.01.2010

Al-Qaida hat den jüngsten Anschlag auf einen Stützpunkt des US-Geheimdienstes CIA in Afghanistan als Akt der Vergeltung bezeichnet – für die Tötung von eigenen Anführern.

Dies gehe aus einer im Internet veröffentlichten Erklärung des Terrornetzwerks hervor, wie IntelCenter in Washington mitteilte, das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisiert ist. Der Anschlag, bei dem ein Selbstmordattentäter vor einer Woche sieben CIA-Agenten und einen Jordanier mit in den Tod gerissen hatte, «rächt den Tod von Baitullah Mehsud, Abi Saleh al-Somali und Abdula al-Libi», heisst es demnach in der Erklärung.

Mehsud, oberster Anführer der Taliban in Pakistan, war im August vergangenen Jahres bei einem amerikanischen Raketenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden. Die Taliban-Kommandanten al-Somali und al-Libi starben Anfang Dezember bei einem Angriff einer unbemannten US-Drohne im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan.

Auf eigenen Doppelagenten hereingefallen

Das Terrornetzwerk al-Qaida hatte sich schon unmittelbar nach dem Anschlag auf den CIA-Stützpunkt zu der Tat bekannt. Von der sogenannten Forward Operation Base Chapman aus sollen die Angriffe der unbemannten Drohnen auf Taliban-Verstecke gesteuert werden.

Das Attentat wurde von einem jordanischen Doppelagenten, dem Mediziner Humam Khalil Abu-Mulal al-Balawi verübt, von dem sich der US-Geheimdienst wichtige Informationen über al-Qaida erhofft hatte – bis hin zu Informationen über den Verbleib von Osama Bin Laden. Es war der blutigste Anschlag gegen die CIA seit Anfang der Achtzigerjahre. (raa/sda)

Erstellt: 07.01.2010, 09:06 Uhr

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