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Ayatollah fordert Todesstrafe für Demonstranten
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Ayatollah Ahmad Khatami hat nach den schweren Zusammenstössen der Staatsmacht mit Demonstranten die Todesstrafe für Anführer des Protests gefordert. «Ich rufe die Justiz zu einer deutlichen Konfrontation mit den Anführern dieser illegalen Demonstrationen auf und verlange die Todesstrafe für sie ohne jede Gnade», sagte Khatami am Freitag während einer Gebetszeremonie.
Der Geistliche gilt als Hardliner und Vertrauter von Präsident Mahmoud Ahmadinejad, dessen umstrittene Wiederwahl vor zwei Wochen die Massenproteste im Iran ausgelöst hatte. Nach Angaben der Staatsmedien sind seitdem 17 Demonstranten und acht Mitglieder der Basij-Milizen, die treu zum Regime stehen, getötet worden.
«Propaganda gegen das Regime»
Khatami reagierte während des Freitagsgebets auch auf die Berichte über den Tod von Neda Agha-Soltan, die durch eine Videosequenz zu einer Ikone der iranischen Protestbewegung geworden war. Die Frau sei bewusst von Demonstranten erschossen worden, um Propaganda gegen das Regime machen zu können.
«Sie wurde getötet, damit jemand wie Obama Krokodilstränen vergiessen kann, sagte der Ayatollah, der auch Mitglied des einflussreichen Expertenrates ist.
Uno-Generalsekretär angegriffen
Erneut warf er westlichen Medien vor, Lügen über die Situation im Iran zu verbreiten. Zudem griffe er westliche Länder wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien scharf an und warf ihnen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irans vor.
Chatami griff auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon an, der sich bestürzt über die Ereignisse im Iran gezeigt hatte. «Du armseliges Ding, du redest von Menschenrechten im Iran, aber was ist mit den 400 unschuldigen palästinensischen Kindern, die in Gaza getötet wurden...?» (oku/sda)
Erstellt: 26.06.2009, 15:04 Uhr
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