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Bin Laden kommt noch einmal zu Wort
Aktualisiert am 13.09.2011 1 Kommentar
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Al-Qaida hat eine Botschaft ins Internet gestellt, in der sich ihr neuer Chef Aiman al-Sawahiri und dessen inzwischen getöteter Vorgänger Osama Bin Laden zu Wort melden. Das 62 Minuten lange Video mit dem Titel «Die Morgendämmerung eines bevorstehenden Siegs» sei gestern im Al-Qaida-Organ «As Sahab» und in mehreren islamistischen Foren aufgetaucht, teilte das auf die Beobachtung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen Site mit.
Es enthalte eine Audiobotschaft, in der Sawahiri die Aufstände in der arabischen Welt als «eine Form der Niederlage für die USA» lobe, wie es auch die 9/11-Anschläge gewesen seien. Al-Qaida unterstütze entgegen der Darstellung in den Medien «die arabischen Revolutionen und hofft, dass sie einen authentischen Islam und auf die Scharia begründete Regierungen mit sich bringen», sagte Sawahiri den Angaben zufolge.
Al-Qaida geschwächt
Experten sind der Ansicht, dass die Umwälzungen in der arabischen Welt – wie der Sturz der langjährigen Führungen in Tunesien, Ägypten und Libyen – al-Qaida geschwächt haben. Sawahiri sagte hingegen, die USA leugneten aus Arroganz, dass sie «nicht Einzelpersonen oder Gruppen», sondern der gesamten muslimischen Welt gegenüberstünden. Dies könne für die Vereinigten Staaten «ein Grund für eine Niederlage und ihren Sturz sein, mit Allahs Erlaubnis».
Bin Laden sagte den US-Bürgern laut Site in seiner Botschaft voraus, dass sie «wie Sklaven» weltweit operierender Grosskonzerne und des «jüdischen Kapitals» enden würden. Der Al-Qaida-Chef war im Mai von einem US-Kommando im pakistanischen Abbottabad getötet worden, wo er offenbar lange unbehelligt in einer Villa gelebt hatte. Bei der nun veröffentlichten Botschaft Bin Ladens handelte es sich laut Site um ein Video, das die USA bereits nach seiner Tötung veröffentlicht hatten, allerdings ohne den Ton. (bru/dapd)
Erstellt: 13.09.2011, 08:43 Uhr
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