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Blutige Kämpfe im Gazastreifen
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Nach Angaben von palästinensischen Rettungskräften wurden bei den mehrstündigen Schusswechseln in der Nacht zu Samstag zudem mehr als 120 Menschen verletzt. Unter den Toten sind nach Angaben des Innenministeriums in Gaza auch der Chef der Gruppe, Abdelatif Mussa, und sein Stellvertreter. Auch fünf Polizisten wurden getötet.
Mussa hatte beim Freitagsgebet ein «islamisches Emirat» mit der strengen islamischen Scharia-Rechtsprechung im Gazastreifen ausgerufen, die zum Teil drakonische Strafen wie das Abhacken der Hand bei Dieben vorsieht.
Darauf waren in der südlichen Stadt Rafah Kämpfe zwischen Hamas- Anhängern und Kämpfern des bewaffneten Arms von Dschihad al-Salafi, Dschund Ansar Allah (Armee der Anhänger Gottes), ausgebrochen. Ein Sprecher der im Gaza-Streifen regierenden Hamas machte die Mussa- Gruppe für die Auseinandersetzungen verantwortlich.
Stellung gestürmt
Nach Augenzeugenberichten stürmte die radikalislamische Hamas schliesslich eine Stellung der Fundamentalisten in Rafah an der Grenze zu Ägypten, wo sich diese in eine Moschee zurückgezogen hatten.
Vor dem muslimischen Gotteshaus waren Dutzende vermummte, mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffnete Anhänger der Dschihad-al-Salafi- Gruppe in Stellung gegangen. Bewohner von Rafah berichteten von «intensivem Gewehrfeuer» und Explosionen rund um die Moschee.
Dabei stellte die bewaffnete Gruppe demnach die Vorherrschaft der Hamas-Bewegung in Frage, die seit Juni 2007 den Gazastreifen kontrolliert. Die Hamas-Polizei sprengte das Haus von Mussa. Die Zufahrtsstrassen nach Rafah wurden gesperrt.
Dschund Ansar Allah («Die Soldaten der Jünger Gottes») strebt eine strikte Anwendung des islamischen Rechts an und wirft der Hamas vor, in sittlichen Fragen zu liberal zu sein.
Weitgehend zerschlagen
Nach Einschätzung von Beobachtern ist die extremistische Gruppe jetzt weitgehend zerschlagen. Sie hatte grossen Zulauf bekommen, nachdem sich die Hamas im Juni 2007 im Gazastreifen gegen die Fatah- Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas durchgesetzt hatte.
In den vergangenen Monaten sollen ihre Kämpfer wiederholt Restaurants und Internet-Cafés in die Luft gesprengt und Anschläge auf Hochzeitsgesellschaften verübt haben.
Hamas-Sprecher Taher al-Nunu forderte alle Anhänger Mussas dazu auf, sich den Behörden zu stellen und die Waffen abzugeben. Die Hamas-Regierung werde «eine Rückkehr des Sicherheitschaos in den Gazastreifen niemals zulassen». Die Anhänger des Predigers würden sich ausserhalb des «nationalen und islamischen Konsens» bewegen.
In jüngster Zeit sind vermehrt Vorwürfe laut geworden, in den Gazastreifen seien militante Islamisten etwa aus Afghanistan und dem Irak eingesickert. Die Hamas-Regierung bestreitet das vehement. (cpm/sda)
Erstellt: 15.08.2009, 14:07 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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