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CIA spannte mit Ghadhafi zusammen
Aktualisiert am 03.09.2011 10 Kommentare
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Enge Verbindungen: Eine Notiz, welche die CIA dem libyschen Geheimdienst zukommen liess. Inhalt: Die Überführung eines inhaftierten Libyers und seiner Frau nach Tripolis. (Bild: «New York Times»)
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Die CIA habe unter anderem acht Mal Terrorverdächtige in das für seine Folterpraxis bekannte Land zur Befragung geschickt, berichtete die «New York Times» . Auch der britische Geheimdienst MI-6 habe kooperiert und sogar für das libysche Regime Telefonnummern überprüft. Dies gehe aus Dokumenten hervor, die nach dem Fall des Regimes in den verlassenen Büros des früheren libyschen Geheimdienstchefs gefunden wurden und zumeist aus den Jahren 2002 bis 2007 stammen.
Hinweise auf derartige Verbindungen gab es zwar auch schon zuvor, in den jetzt aufgetauchten Unterlagen finden sich jedoch neue Einzelheiten zu den Verbindungen zwischen westlichen Ländern und dem Ghadhafi-Regime. So handelt es sich bei zwei Dokumenten von März 2004 offenbar um Korrespondenz der USA im Zusammenhang mit der geplanten Überstellung des heutigen Rebellenführers in Tripolis, Abdel Hakim Belhadsch.
Schwarzes Kapitel
Belhadsch war einst Anführer einer extremistischen Islamistengruppe und wurde nach eigenen Aussagen in einem Geheimgefängnis von CIA-Agenten gefoltert, bevor er nach Libyen zurückkehrte. In den Dokumenten heisst es, der als Abdullah al Sadik bekannte Belhadsch werde von Kuala Lumpur nach Libyen geflogen. Die USA wünschten Zugang zu ihm, ausserdem müsse sichergestellt sein, dass er human behandelt werde. Belhadsch hat mittlerweile die Unterstützung des Vorsitzenden des Nationalen Übergangsrates der Rebellen, Mustafa Abdul Dschalil.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach mit Blick auf die Unterlagen von einem schwarzen Kapitel in der Geschichte des US-Geheimdienstes. In Washington lehnte CIA-Sprecherin Jennifer Youngblood eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab. Die CIA arbeite selbstverständlich mit ausländischen Regierungen zusammen, um die USA vor Terrorismus und anderen tödlichen Bedrohungen zu schützen, sagte Youngblood. «Das ist genau das, was von uns erwartet wird.» (bru/dapd)
Erstellt: 03.09.2011, 09:05 Uhr
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10 Kommentare
Das war ja zu erwarten. Die US-Diplomatie war immer eine Hydra, die nie Hemmungen hatte, den Teufel mit Beelzebul auszutreiben. Hauptsache das Öl fliesst. Wohlgemerkt: sie tut es genauso wie Frankreich, Russland, China und Co. Ein schmutziges Spiel. Und dann wundert man sich, dass diese Marionetten das Spiel plötzlich nach eigenen Regeln spielen wollen. Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten. Antworten
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