Clinton fordert «Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit» von Teheran

Aktualisiert am 21.01.2012 6 Kommentare

In Washington haben sich die fünf UNO-Vetomächte über das iranische Atomprogramm beraten. Die Staaten sind zu neuen Gesprächen mit dem Iran bereit. Diese werden jedoch an Auflagen geknüpft.

Findet deutliche Worte: Hillary Clinton.

Findet deutliche Worte: Hillary Clinton.
Bild: Reuters

Bildstrecke

Atomstreit mit dem Iran

Atomstreit mit dem Iran
Am 8. November 2011 erscheint der neueste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm. Stationen eines endlosen Streits.

Dossiers

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

US-Aussenminister Hillary Clinton hat den Iran bei den Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm zu «Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit» aufgefordert. «Wir versuchen alle zu erkennen, was sich hinter den öffentlichen Äusserungen des Iran verbirgt, wonach er bereit zum Verhandeln ist», sagte Clinton am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem deutschen Kollegen Guido Westerwelle (FDP) in Washington. «Das Vertrauen wird zurückkehren, wenn sie beweisen, dass es ihnen ernst ist mit der Wiederaufnahme der Gespräche mit uns und unseren Partnern.»

Westerwelle seinerseits sagte, der Westen müsse sich gesprächsbereit zeigen, doch bedürfe es eines «ernsthaften Dialogs und substantieller Diskussionen». Die Gespräche nur zu Propagandazwecken wiederaufzunehmen, sei nicht, was der Westen wolle, sagte der Bundesaussenminister. Die EU hatte zuvor erklärt, sie warte noch immer auf eine Reaktion auf ihren Brief zum iranischen Atomprogramm von Oktober. Am 21. Oktober hatte die EU-Aussenbeauftragte im Namen der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands in einem Schreiben an Teheran die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Gespräche aufgelistet.

Gespräche seit einem Jahr auf Eis

Die Gespräche über das Atomprogramm zwischen der sogenannten 5+1-Gruppe und der iranischen Regierung liegen seit einem Jahr auf Eis. Der Westen wirft Teheran vor, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Die iranische Führung dagegen betont den ausschliesslich zivilen Charakter des Programms. Derzeit planen EU und USA die weitere Verschärfung der Sanktionen. Insbesondere ist ein Importstopp für iranisches Erdöl im Gespräch. Ende Januar will die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) eine Kontrollmission in den Iran schicken. (kpn/AFP)

Erstellt: 21.01.2012, 08:52 Uhr

6

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

6 Kommentare

Eric Schmid

21.01.2012, 10:36 Uhr
Melden 21 Empfehlung

"Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit" fordert Clinton von Iran. Es wäre an der Zeit, dass die Amerikaner dies selbst beherzigen würden. Hier geht es nur darum, die Anforderungen des Westens an Iran so hoch zu setzen, dass Iran nie fähig sein wird, dies zu erfüllen. Dadurch erreichen sie schlussendlich den lang gesuchten Kriegsgrund gegen den Iran und wir spielen dieses traurige Spiel mit. Antworten


pablo mueler

21.01.2012, 11:41 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Die USA koennte doch erst mit gutem beispiel vorangehen. z.b. guantanamo aufloesen, todesurteile verbieten, fremde laender ueberfallen/besetzen, fremde regierungen stuerzen, waffenlieferungen, wirtschaftsspionage unter dem deckmatel eines kontrolleurs/beschuetzers etc. pp.
"Das Vertrauen der Welt wird zurückkehren, wenn sie beweisen, dass es ihnen ernst ist mit der Friedensstiftung"
Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Ausland

Telefonbuch

Marktplatz

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

bluebanana.ch