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Das dreckige Geschäft im Ostkongo

Ehemalige Rebellen haben die Kontrolle über den Mineralienabbau im afrikanischen Land an sich gerissen. Das illegale Geschäft mit den geschürften Mineralien blüht.

Begehrte Rohstoffe: Ein Goldgräber in der Chudja Mine im Nordosten Kongos.

Begehrte Rohstoffe: Ein Goldgräber in der Chudja Mine im Nordosten Kongos.
Bild: Reuters

Mit mafiaähnlichen Methoden kontrollieren ehemalige Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo den Mineralienabbau in der rohstoffreichen Region. Das berichtete die Nichtregierungsorganisation «Global Witness».

Die seit einem Jahr in die Regierungsarmee integrierte Miliz CNDP erpresse von den Minenarbeitern der Rohstofffirmen «Steuern» und zwinge sie, ihnen die geschürften Mineralien auszuhändigen. Im Ostkongo sind unter anderem reiche Vorkommen von Kobalt, Coltan, Zinn und Kupfer.

«Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Rohstoffreichtum des Landes Motiv und Einkommensquelle in dem Konflikt», sagte Annie Dunnebacke, die für «Global Witness» die Lage in den ostkongolesischen Bergbauregionen untersucht hatte.

Unternehmen haben ihre Hände im Spiel

Die illegalen Einkommen aus dem Bergbau bedeuteten zudem, dass die ehemaligen Rebellen leicht neue Waffen kaufen könnten, falls sie den Friedensprozess aufkündigten. In der Vergangenheit haben sich mehrfach Rebellengruppen den kongolesischen Regierungstruppen angeschlossen, diese dann aber wieder verlassen.

Dunnebacke sagte, sie habe bei ihren Untersuchungen Beweise gefunden, dass Unternehmen weiterhin von Milizen im Ostkongo Rohstoffe kauften. «Im Ostkongo ist bekannt, wer welche Minen kontrolliert. Unternehmen, die in von Milizen kontrollierten Gebieten Mineralien kaufen, können keine Unwissenheit als Entschuldigung angeben», betonte sie.

Rebellen terrorisieren Bevölkerung

Der illegale Handel mit Mineralien, die unter anderem für die Herstellung von Mobiltelefonen und Laptops benötigt werden, finanziert seit Jahren verschiedene Rebellengruppen, die nicht nur gegen Regierungstruppen kämpfen, sondern auch die Bevölkerung terrorisieren. Mehr als eine Million Menschen im Ostkongo mussten wegen der Kämpfe aus ihren Dörfern fliehen. (jak/sda/)

Erstellt: 11.03.2010, 10:04 Uhr

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