Der Islam ist kein Hippie-Dorf

In der neuesten Ausgabe von Diqab, dem Magazin der Blutmuslime des IS, wird die Unterstellung, der Islam sei eine Religion des Friedens, als Ketzerei verurteilt.

Die IS-Schlächter mit 21 ägyptischen Geiseln, die sie kurz nach der Aufnahme dieses Bildes getötet haben.

Die IS-Schlächter mit 21 ägyptischen Geiseln, die sie kurz nach der Aufnahme dieses Bildes getötet haben.

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Jedes Mal, wenn radikale Muslime ein Massaker veranstaltet haben, beschwören Politiker, Medien und Muslimverbände reflexartig die formelhaften Sätze: Der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun, Islam bedeute Frieden. Nun ist jedem normal denkenden Menschen klar, dass dies nicht stimmt. Die Taten werden im Namen des Islam begangen, die Täter können sich auf die Geschichte, die heiligsten Bücher des Islam, auf das Vorbild ihres Propheten berufen.

Der sich wie eine Pest verbreitende Jihadismus von al-Qaida, Al Shabaab, Nusra Front, Islamischer Staat (IS) kommt aus dem Herzen der arabo-islamischen Welt; wer dies bestreitet, ist sträflich ignorant, Opfer von Wunschdenken oder bemerkenswert unehrlich.

Eine Zurückweisung der Behauptung, Islam sei eine Art Hippie-Veranstaltung, kam jüngst auch von zwar parteiischer, aber berufener Seite. In der neuesten Ausgabe von Diqab, dem Magazin der Blutmuslime des IS, wird die Unterstellung, der Islam sei eine Religion des Friedens, als Ketzerei verurteilt. «Sie haben diesen Slogan so oft wiederholt, bis einige sogar zu glauben begannen, der Islam rufe zu einem permanenten Frieden mit den Ungläubigen auf. Wie weit ist dies aber von der Wahrheit entfernt, hat doch Allah den Islam als eine Religion des Schwertes offenbart, und die Belege dafür sind derart reichlich, dass nur ein zindiq (Abtrünniger) dies bestreiten kann.»

Der Artikel zitiert gewalttätige Koranstellen und folgert: «Eine der grössten Verwirrungen, die von den zanadiqah (Ketzern) verbreitet wurde, betrifft die linguistische Wurzel des Wortes Islam. Sie behaupten, es komme von salam (Frieden), während es tatsächlich von den Worten Unterwerfung und Lauterkeit kommt, die die gleiche Konsonantenwurzel haben.» Und: «Daher wird das Schwert weiterhin gezogen, erhoben und geschwungen werden, bis (…) der Unglaube und seine Tyrannei zerstört und der Islam und sein Recht über die ganze Welt herrschen wird.»

George Orwell bemerkte einmal, dass der Totalitarismus nur besiegt werden kann, wenn man den Mut hat, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Dies gilt im Zeitalter der unsäglichen politischen Korrektheit mehr denn je. (Basler Zeitung)

Erstellt: 17.02.2015, 13:47 Uhr

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