Ausland
Ein Atomsprengkopf für Teheran
Aktualisiert am 05.02.2010 25 Kommentare
Fortschritte bei der Aufrüstung: Im vergangenen September testete der Iran diese Shahab-3-Rakete an einem unbekannten Ort im Land.
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Wie die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) heute berichtet, hat ein Wissenschaftler, der früher in einem sowjetischen Nuklearwaffenlabor tätig war, dem iranischen Regime geholfen, das Design für einen fortgeschrittenen Atomsprengkopf zu entwickeln. Dies haben westliche Geheimdienste und Diplomaten laut dem Bericht bestätigt.
Die Informationen sollen aus einem Dokument stammen, das die Kenntnisse der Inspektoren von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien zusammenfasst. Die SZ hatte nach eigenen Angaben bereits Einblick in dieses Papier.
Passende Grösse für die Shahab-3
Laut dem Artikel handelt es sich bei dem Sprengkopf um ein sogenanntes Zwei-Punkt-Implosionssystem, das zwei spezielle Zünder benötigt – deutlich weniger als ältere Ausführungen. Dadurch sei der Durchmesser weit genug verringert worden, um die iranische Mittelstreckenrakete Shahab-3 damit bestücken zu können.
Bereits zuvor hatte der Iran eingeräumt, Versuche durchgeführt zu haben, um mehrere Zünder synchron auszulösen. Zudem wurde laut der SZ offenbar schon mindestens ein Versuch durchgeführt, um das gesamte Implosionssystem zu testen. Ein System dieser Art habe der betreffende Wissenschaftler bereits früher einmal entwickelt.
(raa)
Erstellt: 05.02.2010, 11:24 Uhr
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