Ausland
Eltern der toten Neda im Visier der Milizen
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Die Milizen der Regierung hätten die Familie Agha-Soltan gezwungen, ihre Wohnung zu verlassen. Das schreibt der britische «Guardian» mit Verweis auf Gespräche mit Nachbarn. Die Polizei habe das Haus umzingelt, um jegliche Trauerfeiern zu Ehren der verstorbenen Neda Agha-Soltan zu unterbinden, so das Blatt. Die üblichen am Haus befestigten Erinnerungsbilder an die Verstorbene seien entfernt und Nachbarn eingeschüchtert worden. Der Bericht konnte bislang nicht bestätigt werden.
Bereits früher war von verschiedenen Quellen berichtet worden, dass die Regierung der Familie eine ordentliche Begräbnisfeier verwehrt hatte. Jetzt schreiben verschiedene britische Medien, die Regierung würde die Schuld an Nedas Tod den Demonstranten geben, die sie angeblich getötet haben sollen. Selbst der BBC-Korrespondent sei vom Regime beschuldigt worden, Killer angeheuert zu haben.
Die 27-jährige Studentin war am Samstagabend an einer Demonstration in Teheran erschossen worden. Anhänger der Opposition sind überzeugt, dass der Schuss von einem Mitglied der Miliz abgegeben wurde. Neda wurde so zu einem Symbol des iranischen Widerstands. (oku)
Erstellt: 26.06.2009, 15:02 Uhr




