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Gedenkfeiern im Iran arten in Gewalt aus
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In der Stadt Sandschan seien mehrere Menschen schwer verletzt worden, als die Sicherheitskräfte eine Gedenkveranstaltung für den am Wochenende verstorbenen reformorientierten Geistlichen auflösten, hiess es am Donnerstag auf der Internetseite Jaras. Zudem habe es zahlreiche Festnahmen gegeben. Zuvor hatte es auf oppositionellen Internetseiten bereits geheissen, die Behörden hätten Trauerfeiern für Montaseri in fast allen Teilen des Landes untersagt. Lediglich in Ghom und Nadschafabad dürften Versammlungen zum Gedenken an den Grossajatollah abgehalten werden.
Die Gedenkveranstaltung in der im Nordwesten des Landes gelegenen Stadt Sandschan habe ursprünglich in einer Moschee stattfinden sollen, hiess es auf der Internetseite Jaras unter Berufung auf einen Augenzeugen weiter. Da die Türen des Gebetshauses jedoch verschlossen und von Sicherheitskräften bewacht gewesen seien, hätten sich die Trauernden entschlossen, Montaseri auf der Strasse zu gedenken. Daraufhin seien die Sicherheitskräfte eingeschritten.
Jahrelang unter Hausarrest
Sechs Monate nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen hat der Tod Montaseris die Spannungen in der Islamischen Republik erneut angeheizt. Der Grossajatollah war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Opposition zufolge war es sowohl bei der Beerdigung Montaseris am Montag als auch am Mittwoch bereits zu Protesten und Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften gekommen.
Montaseri war für seine kritische Haltung gegenüber der geistlichen Führung des Landes und dem religiösen Oberhaupt Ajatollah Ali Khamenei bekannt und stand deswegen bis 2003 jahrelang unter Hausarrest. Der zunächst vom verstorbenen Gründer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Khomeini, als Nachfolger ausersehene Geistliche war kurz vor dessen Tod 1989 in Ungnade gefallen. (vin/sda)
Erstellt: 24.12.2009, 22:24 Uhr











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