Ausland

«Gegen die Verdorbenen und Randalierer»

Aktualisiert am 09.01.2010

Im Iran hat der oberste geistliche Führer Ali Khamenei die Niederschlagung der Oppositionsproteste Ende Dezember gut geheissen. Er verlangt weiter ein hartes Vorgehen.

Treueschwur mit Fotos: Während der Rede halten Anhänger Fotos von Khamenei hoch.

Treueschwur mit Fotos: Während der Rede halten Anhänger Fotos von Khamenei hoch.
Bild: Reuters

Khamenei forderte die Behörden in einer am Samstag vom Fernsehen übertragenen Rede auf, ihre «Aufgaben gegen die Verdorbenen und Randalierer» zu erledigen. Die drei Tage nach den blutigen Strassenschlachten vom 27. Dezember organisierten Massenkundgebungen der Regierung bezeichnete der Ayatollah als «letzte Warnung» an die Opposition. Die Staatsmacht müsse ihre Aufgaben im Kampf gegen die Gegner erledigen.

Zugleich rief Khamenei die Regierungsanhänger auf, die Konfrontation mit der Opposition nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. «Alles muss sich im Rahmen der Gesetze abspielen, und jeder muss sich davor hüten, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen», sagte Khamenei.

Am Freitag war Oppositionsführer Mehdi Karubi von Regierungsanhängern attackiert worden. In Kaswin im Norden des Iran bewarfen Gegner des Politikers dessen Auto mit Steinen. Bei den Protesten gegen die Regierung von Präsident Mahmoud Ahmadinejad am 27. Dezember waren laut offiziellen Angaben acht Menschen getötet und hunderte verletzt worden. (raa/sda)

Erstellt: 09.01.2010, 17:59 Uhr

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