Ausland

Hamas setzt Israel 48-stündige Frist für Gefangenenaustausch

Aktualisiert am 07.12.2009

Der entführte israelische Soldat Gilad Schalit soll mit mehreren hundert palästinensischen Gefangenen ausgetauscht werden.

Sie sollen freigelassen werden: Palästinenser mit Fotos von Verwandten, die in israelischen Gefängnissen sitzen.

Sie sollen freigelassen werden: Palästinenser mit Fotos von Verwandten, die in israelischen Gefängnissen sitzen.
Bild: Keystone

Die palästinensische Hamas-Partei hat Israel eine 48-stündige Frist zur Zustimmung zum Austausch von mehreren hundert palästinensischen Gefangenen gegen den vor über drei Jahren verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit gesetzt. Im arabischen Nachrichtensender al-Jazeera sagten Vertreter der den Gazastreifen kontrollierenden Hamas am Sonntagabend, dass die nächsten 48 Stunden «entscheidend» für eine Einigung zum Gefangenenaustausch sein würden. Die vorgeschlagenen Details dazu würden der israelischen Seite vom deutschen Vermittler Ernst Uhlrlau übermittelt. Der im Juni 2006 in den Gazastreifen entführte israelische Soldat Gilad Schalit wurde nach palästinensischen und arabischen Berichten vor einer Woche erstmals von Uhrlau und vier französischen Ärzten besucht.

Die medizinische Untersuchung wurde als eine vertrauensbildende Massnahme vor einem möglichen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas gesehen. Zuletzt mehrten sich die Berichte über eine in Kürze bevorstehende Einigung. Im Zuge des von Ägypten und Deutschland vermittelten Austauschs soll Israel für Schalit insgesamt 1450 Palästinenser aus der Haft entlassen. Uneinigkeit herrscht jedoch weiter über die Namen der freizulassenden Gefangenen sowie die von Israel geforderte Abschiebung einiger Palästinenser in Drittländer. (vin/sda)

Erstellt: 07.12.2009, 09:03 Uhr

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