Hamas will den Holocaust als Schulstoff verbieten

Im Gazastreifen will die herrschende radikal-islamische Hamas verhindern, dass Kinder im Schulunterricht über den millionenfachen Mord an den Juden informiert werden. Grund: Es sei eine Lüge.

«Unsere Kinder sollen keine Lüge lernen»: Schulunterricht an einer palästinensischen Schule.

«Unsere Kinder sollen keine Lüge lernen»: Schulunterricht an einer palästinensischen Schule. (Bild: Keystone)

In einem am Sonntag veröffentlichten offenen Brief an das zuständige Uno-Hilfsprogramm UNRWA wird der Holocaust offen bestritten und als Lüge bezeichnet. «Wir lehnen es ab, dass unsere Kinder eine Lüge lernen sollen, die von den Zionisten erfunden wurde», schrieb ein Hamas-Komitee an den Geschäftsträger der UNRWA im Gazastreifen, John Ging.

Die Uno-Organisation unterrichtet rund 200'000 Palästinenser-Kinder im Gazastreifen. Ein UNRWA-Sprecher sagte, gegenwärtig sei der Holocaust kein Thema in seinen Schulmaterialien. Ob sich dies ändern soll, liess er offen. (mbr/sda)

Erstellt: 31.08.2009, 06:31 Uhr

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