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Irakische Rebellen blamieren US-Luftwaffe

Aktualisiert am 17.12.2009

Die USA kämpfen im Irak mit High-Tech-Waffen. Erstaunlich ist nun, dass Aufständische mit Billig-Software US-Drohnen angezapft haben.

High-Tech-Gerät mit Schwächen: US-Drohne des Typs Predator.

High-Tech-Gerät mit Schwächen: US-Drohne des Typs Predator.
Bild: Keystone

Das «Wall Street Journal» (WSJ) hat eine Geschichte veröffentlicht, die für die amerikanische Air Force peinlich ist. Im Irak soll es Aufständischen gelungen sein, die Video-Übertragungen von Drohnen anzuzapfen. Drohnen sind ferngesteuerte, unbemannte Flugzeuge, die für Überwachungen und Angriffe eingesetzt werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die eigenen Soldaten werden nicht gefährdet.

Die Aufständischen brauchten keine ausgetüftelte, teure Technik, um in den Besitz der Video-Übertragungen der amerikanischen High-Tech-Flugzeuge zu kommen. Gemäss dem WSJ-Bericht benutzten die Aufständischen eine Software («Sky Grabber»), die für 26 Dollar im Internet erhältlich ist. Mit dem Anzapfen der Video-Streams gelangten die Aufständischen an nützliche militärtaktische Informationen. So erfuhren sie, welche Gebiete von den USA überwacht worden waren und eventuell attackiert werden sollten. Eine Gruppe von Aufständischen konnte während Jahren von solchen Informationen profitieren, bis die Amerikaner bei der Festnahme eines militanten Schiiten einen Laptop sicherstellten. Auf diesem Laptops befand sich Videomaterial, das von den amerikanischen Drohnen stammte. Ähnliche Funde machten die US-Truppen auch bei anderen Festnahmen.

Video-Feeds werden endlich verschlüsselt

Der Schaden hält sich gemäss dem Medienbericht insofern in Grenzen, als die Aufständischen mit ihrer Billig-Software weder die Drohnen kontrollieren noch deren Flüge behindern konnten. Die Blamage für die US-Luftwaffe war eigentlich Schaden genug. Das Problem der unverschlüsselten Video-Übertragungen der Drohnen ist der US-Armee bereits seit den Einsätzen im ehemaligen Jugoslawien in den Neunzigerjahren bekannt. Offensichtlich hoffte man, dass niemand diese Schwäche der Drohnen kennt und ausnützt. Gemäss dem «Wall Street Journal» arbeiten nun die Amerikaner an der Aufgabe, die Video-Übertragungen der Drohnen zu verschlüsseln. Die US-Luftwaffe benutzt Drohnen des Typs Predator. Der neuere Drohnentyp Reaper, der ebenfalls zum Einsatz kommt, hat ähnliche Probleme wie der Predator.

(vin)

Erstellt: 17.12.2009, 16:33 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.