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Iraks Wahlsieger ist «offen für Gespräche mit allen»

Aktualisiert am 27.03.2010

Der frühere Ministerpräsident Ajad Allawi hat die Parlamentswahlen im Irak knapp gewonnen. Ob er nächster Regierungschef wird, ist aber nicht sicher.

«Dem Irak seinen Platz in der arabischen und islamischen Welt wieder geben»: Ajad Allawi.

«Dem Irak seinen Platz in der arabischen und islamischen Welt wieder geben»: Ajad Allawi. (Bild: Keystone)

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Der Sieger der irakischen Parlamentswahl will zur Regierungsbildung Verhandlungen mit allen Parteien aufnehmen. Seine Irakija-Partei sei «offen für Gespräche mit allen», sagte der frühere Ministerpräsident Ajad Allawi am Samstag auf einer Pressekonferenz in Bagdad. Stabilität im Irak sei nötig für die Stabilität im gesamten Nahen Osten. Es liege nun an den Irakern selbst, ihr Land zu schützen.

Er habe bereits einen Delegierten für Verhandlungen mit anderen Parteien bestimmt, erklärte Allawi. Ziel sei eine Regierung, die Entscheidungen treffen und dem Irak «seinen Platz in der arabischen und islamischen Welt» wieder geben könne.

Knappes Ergebnis

Allawis Partei hat laut amtlichem Endergebnis die Parlamentswahl vom 7. März mit knappem Vorsprung gewonnen. Das säkular ausgerichtete Wahlbündnis kam auf 91 der insgesamt 325 Sitze, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Irakija lag damit knapp vor der Allianz für einen Rechtsstaat von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, die 89 Sitze erhielt. Angesichts des knappen Ergebnisses ist allerdings nicht sicher, dass Allawi automatisch nächster Regierungschef wird.

Überschattet wurde die Bekanntgabe des Wahlergebnisses von einem doppelten Bombenanschlag in der Stadt Chalis mit 57 Toten. 73 Menschen wurden verletzt, als die Sprengsätze am Freitag in der Nähe eines Restaurants in der 80 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt explodierten. (vin/ddp)

Erstellt: 27.03.2010, 11:17 Uhr

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