Ausland

Iran: Todesstrafe gegen weitere Oppositionelle

Aktualisiert am 18.11.2009 3 Kommentare

Fünf iranische Oppositionelle sind nach den Wahlprotesten zum Tode verurteilt worden, wie das amtliche Fernsehen am Dienstag berichtete.

Fünf Monate nach den Unruhen im Zuge der Präsidentenwahl im Iran sind fünf weitere Oppositionelle zum Tode verurteilt worden. Damit erhöhte sich die Zahl der beschlossenen Hinrichtungen auf mindestens acht. Bei den fünf Personen handele es sich um Mitglieder «terroristischer bewaffneter Oppositionsgruppen», meldete das Staatsfernsehen am Dienstag unter Berufung auf das Justizministerium.

Nach den blutig niedergeschlagenen Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad am 12. Juni wurden hunderte Demonstranten festgenommen und von August an vor ein Revolutionsgericht gestellt. Dem Justizministerium zufolge wurden bis Dienstag in insgesamt 89 die Fällen die Gerichtsverfahren abgeschlossen. 81 der Angeklagten hätten Gefängnisstrafen zwischen sechs Monaten und 15 Jahren erhalten.

Den zur Haft Verurteilten wurden unter anderem Ordnungsvergehen, Verstösse gegen die öffentliche Sicherheit, Agitation gegen die Islamische Republik, Beschädigung von öffentlichem und privatem Eigentum sowie Übergriffe auf Zivilpersonen und die Sicherheitskräfte zur Last gelegt. Weitergehende Vorwürfe reichten von Aufruhr und Spionage bis zum geplanten Umsturz und Anstiftung zur Revolution, um die geistliche Herrschaft des Irans zu stürzen. (raa/ap)

Erstellt: 18.11.2009, 00:56 Uhr

3

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

3 Kommentare

Paul Suter

18.11.2009, 00:56 Uhr
Melden

Arme Iraner, die unter der Fuchtel von Unterröcken mit Bart leben - und sterben - müssen! Antworten


majo naef

18.11.2009, 10:21 Uhr
Melden

Und das alles im Namen Allahas. Wehret den Anfängen. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.