Ausland

Iran droht Golfstaaten

Aktualisiert am 15.01.2012

Teheran will ein Erdölembargo nicht hinnehmen. Das Regime hat die Golfstaaten im Fall eines Boykotts durch westliche Staaten vor einer Erhöhung ihrer Ölproduktion gewarnt.

Warnung an Saudiarabien und andere Golfstaaten: Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad, hier bei einem Vortrag an der Universität von Havanna auf Kuba. (11. Januar 2012)

Warnung an Saudiarabien und andere Golfstaaten: Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad, hier bei einem Vortrag an der Universität von Havanna auf Kuba. (11. Januar 2012)
Bild: Keystone

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Atomstreit mit dem Iran

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Am 8. November 2011 erscheint der neueste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm. Stationen eines endlosen Streits.

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Der Iran hat angesichts drohender Sanktionen die arabischen Nachbarn aufgefordert, einen möglichen Rückgang der Ölexporte nicht durch eine erhöhte Produktion aufzufangen. Der iranische Vertreter bei der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), Mohammed Ali Chatibi, erklärte, ein solches Vorhaben würde die Golfstaaten zu Komplizen machen.

Zuvor hatte der saudiarabische Ölminister Ali Al-Naimi erklärt, sein Land werde die Ölproduktion steigern, um die weltweite Nachfrage zu decken. Am Sonntag wies er jedoch die Einschätzung zurück, die Ankündigung stehe in Zusammenhang mit möglichen Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor. «Wir haben gesagt, dass wir bereit sind, eine Zunahme der weltweiten Nachfrage als Konsequenz der Umstände zu decken», zitierte die Zeitung «Al Ektisadijah» den Minister.

Saudiarabien kann bis zu 12,5 Millionen Barrel Öl pro Tag produzieren. Derzeit werden wohl 9 bis 9,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert.

Koalition gegen Iran entsteht

Auf den Weltmärkten wird befürchtet, dass der Iran mit einer Blockade der Strasse von Hormus auf Sanktionen gegen seine Ölindustrie reagieren könnte. Die USA haben bereits Sanktionen gegen die iranische Zentralbank verhängt und es damit schwerer für die iranischen Raffinerien gemacht, Rohöl einzukaufen. Die Europäische Union arbeitet an einem Embargo für iranisches Öl, während Japan, einer wichtigsten Kunden des Irans in Asien, ankündigte, weniger iranisches Rohöl zu kaufen.

Es ist anzunehmen, dass sich im Fall einer Umsetzung einer solchen Massnahme der Ölpreis auf dem Weltmarkt erhöht. Das könnte verhindert werden, indem andere Ölexporteure wie die Golfstaaten ihre Produktion erhöhen. Mit dem Ölembargo will der Westen Teheran im Streit um das iranische Atomprogramm zum Einlenken zwingen.

Hague: Bald zusätzliche Massnahmen der EU

Die europäischen Staaten werden nach Angaben des britischen Aussenministers William Hague bald neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor verhängen. Hague sagte heute dem Fernsehsender Sky News, die EU werde «sehr grosse zusätzliche Massnahmen» verabschieden, die sich gegen den Ölsektor und möglicherweise andere Industriezweige richteten.

Grossbritannien schliesse keine Möglichkeit aus, wolle sich aber friedliche und legale Mittel konzentrieren, um den Druck zu erhöhen. (rub/dapd/afp)

Erstellt: 15.01.2012, 13:48 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.