Iran schickt afghanische Flüchtlinge in den Syrien-Krieg

Der Iran setzt nach Angaben von Human Rights Watch afghanische Migranten zum Kampf in Syrien ein.

Migranten werden zum Kämpfen gezwungen: Irans Präsident Hassan Rohani anlässlich seines Besuches in Europa. (28. Januar 2016).

Migranten werden zum Kämpfen gezwungen: Irans Präsident Hassan Rohani anlässlich seines Besuches in Europa. (28. Januar 2016).

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Kampf oder Abschiebung: Der Iran habe afghanischen Flüchtlingen nicht nur Anreize für den Kampf in Syrien angeboten, sondern einige erzählten auch, ihnen sei mit Abschiebung zurück nach Afghanistan gedroht worden. Bei den Anreizen gehe es um Geld oder ein Bleiberecht im Iran, erklärte Peter Bouckaert, Nothilfe-Direktor der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW).

Der Iran, engster Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, schicke Afghanen mindestens seit November 2013 nach Syrien, wo sie unter anderem heilige schiitische Stätten bewachen sollen. Das geht nach Angaben der Menschenrechtsorganisation HRW aus mehr als zwei Dutzend Interviews hervor, die die Organisation Ende 2015 geführt habe.

Im Iran lebten schätzungsweise drei Millionen afghanische Staatsangehörige, die wegen bewaffneter Konflikte aus ihrem Land geflohen sind. Nicht einmal eine Million hält sich legal in dem Land auf. (nag/sda)

Erstellt: 29.01.2016, 13:04 Uhr

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