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Israel setzt umstrittene Phosphor-Bomben ein

Von Samuel Reber. Aktualisiert am 05.01.2009 116 Kommentare

Phosphor-Granaten können Menschen bis auf die Knochen verbrennen. Israel setzt sie im Gaza-Krieg ein, vermuten renommierte Medien. Die israelische Armee gibt dazu ein nebulöses Statement ab.

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Aufgrund solcher Aufnahmen vermuten Experten, dass die Israeli Phosphor-Granaten einsetzen.
Bild: Keystone

   

Weisser Phosphor ist hochentzündlich und brennt, sobald die Substanz mit Sauerstoff zusammenkommt. Laut Genfer Abkommen dürfen Phosphor-Bomben als Nebelgranaten verwendet werden. Bei Menschen kann dies zu schwersten Verbrennungen führen. Sie sollen 2004 von den USA im Kampf gegen Rebellen in Falludscha eingesetzt worden sein.

Marineinfanterist Jeff Engelhart schilderte das Resultat den «Wiener Nachrichten Online»: «Verbrannte Körper, verbrannte Kinder, verbrannte Frauen. Weisses Phosphor tötet auf unberechenbare Weise. Es bildet eine Wolke, die im Umkreis von 150 Metern jeden Menschen und jedes Tier verbrennt.»

«Nur zugelassene Munition»

Jetzt werden die Granaten auch von den Israeli im Gaza-Streifen – einem der dichtest besiedelten Gebiete der Erde – verwendet, schreiben verschiedenste Medien. Und zwar als Nebelgranaten als Teil einer Verschleierungstaktik, um ihre Angriffe zu vernebeln. Offiziell verneint die Armee laut der «Times» den Einsatz dieser Bomben. Und lässt durch einen Sprecher mitteilen: «Israel verwendet nur Munition, die durch internationales Recht zugelassen sind.»

In den Genfer Konventionen sind sie als Brandwaffe seit 1977 verboten. Als Nebelgranaten dürfen sie weiterhin verwendet werden. Als Brandbomben wurden Phosphorgranaten bereits im ersten Weltkrieg eingesetzt.

«Keine chemischen Waffen»

US-Oberstleutnant Barry Venable sagte der BBC 2005: «Weisser Phospor ist eine konventionelle Munition, keine chemische Waffe, wir benutzen es in erster Linie als Verdunkler, für Rauchvorhänge oder zur Markierung von Zielen. Es ist aber auch als Brandwaffe gegen feindliche Kämpfer eingesetzt worden», fügte der Pentagonsprecher hinzu. Weisser Phosphor sei nützlich, um Aufständische aus Positionen zu vertreiben, die nicht mit normaler Artillerie erreicht werden könne.

Der Pentagon-Sprecher betonte weiter, dass die Phosphorgranaten keine chemische Waffen, sondern «konventionelle Munition» seien. Die USA haben eine internationale Konvention, die den Einsatz von Weissem Phosphor gegen Zivilisten verbietet, nicht unterzeichnet.

Einsatz im Libanon-Krieg

Laut der «Times» sollen die Israeli im Libanon-Krieg 2006 bereits Phosphorgranaten eingesetzt haben. Wie auch die schon die Amerikaner im Vietnamkrieg. Seit dem zweiten Weltkrieg tragen die Granaten den Übernahmen «Willy Pete». (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.01.2009, 12:12 Uhr

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116 Kommentare

Thomas KLose

05.01.2009, 16:47 Uhr
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GAZA ist das zur Zeit größte Gefängnis der Welt. 1,5 Mio Menschen sind auf das Wohlwollen der israelischen Wärter angewiesen. Nach Belieben wird die Lieferung von Strom, Gas, Öl, Lebensmittel und Medikamente gesteuert. Bitte stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten Ihr bisheriges Leben in GAZA verbracht. Wo lägen hier Ihre Sympatien ? Antworten


Alexander Hoffmann

05.01.2009, 09:24 Uhr
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Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Die Palestinenser haben ein Recht zu leben. Sie haben aber kein Recht, Israel mir Raketen zu beschiessen. Die einseitige ungerechte Haltung gegenüber Israel und die durch die palestinensische und arabische Propaganda tendenziöse Bereichterstattung gegen Israel ist ein Skandal. Wir wollen Frieden aber ohne Hamas! Wann begreift Ihr das endlich? Antworten



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