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Komapatient Scharon wird nach Hause verlegt
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Der frühere israelische Regierungschef Ariel Scharon, der seit fast fünf Jahren im Koma liegt, wird auf seine heimatliche Schaffarm im Süden Israels verlegt. Der heute 82-Jährige befindet sich seit seinem Schlaganfall im Januar 2006 im Koma und wird künstlich beatmet. Der Patient sei nicht völlig bewusstlos, aber auch nicht voll bei Bewusstsein, erklärte Dr. Seev Rothstein von der Tel Haschomer Klinik in der Nähe von Tel Aviv, wo Scharon derzeit noch liegt.
Kurz vor seiner schweren Erkrankung hatte Scharon eine politische Kehrtwende vollzogen: Der als «Bulldozer» bekannte General und Ministerpräsident, der stets als Freund der jüdischen Siedler galt, hatte gegen alle Widerstände beschlossen, den besetzten Gazastreifen sowie einige Siedlungen im Westjordanland zu räumen. Im Spätsommer 2005 wurde dieser Schritt vollzogen. Seine Wiederwahl schien gesichert, bis Scharon am 4. Januar 2006 ins Koma fiel. (ske/dapd)
Erstellt: 11.11.2010, 22:31 Uhr
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