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Rebellen bekennen sich zu Anschlag im Iran

Das iranische Staatsfernsehen macht sunnitische Widerstandskämpfer für das Attentat auf die Revolutionsgarde mit über 20 Toten verantwortlich – und die USA.

War Vize-Kommandeur der Bodentruppen: Nur-Ali Shushtari.

War Vize-Kommandeur der Bodentruppen: Nur-Ali Shushtari. (Bild: Keystone)

Sistan

Bisherige Angriffe in der Region

Mai 2009: Eine Bombenexplosion in einer Moschee in Zahedan reisst 19 Menschen in den Tod und verletzt 60.
Februar 2007: Wiederum in der Provinzhaupstadt Zahedan sterben 11 Menschen, darunter Angehörige der Revolutionsgarde.
März 2006: Attentäter tötenbei einer Strassensperre 22 Menschen, darunter Angestellte der Regierung.

Zum Anschlag auf die iranische Revolutionsgarde haben sich dem Staatsfernsehen zufolge sunnitische Rebellen bekannt. Die Gruppe «Jundollah» (Gottes Soldaten) habe die Verantwortung für die Tat übernommen, meldete der Sender am Sonntag.

Den «Jundollah» wurden in der Region bereits mehrere Anschläge zur Last gelegt. Einige Experten bringen die Gruppe mit den Taliban in Pakistan in Verbindung. Der iranische Parlamentspräsident Ali Larijani bestätigte den Tod der Kommandanten in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor dem Parlament. Er sagte, die USA seien in das Attentat verwickelt.

Das Staatsfernsehen berichtete am Sonntag weiter, bei dem Angriff seien 29 Menschen getötet und 28 verletzt worden. Bisher war von rund 20 Toten und 40 Verletzten die Rede.

Unruhiges Grenzgebiet

Zuvor hatte der staatliche Sender Press TV berichtet, der Täter habe sich bei einem Treffen von Stammesältesten in der Provinz Sistan-Balutschistan im Südosten des Landes in die Luft gesprengt. Das Treffen sollte der Vorbereitung einer Begegnung zur Stärkung der «Einheit zwischen Schiiten und Sunniten» dienen.

Die etwa 71 Millionen Iraner gehören zu mehr als 90 Prozent der schiitischen Glaubensrichtung des Islams an. In der an der Grenze zu Afghanistan und Pakistan gelegenen Provinz Sistan-Balutschistan gibt es eine starke sunnitische Minderheit. Die Provinz gilt wegen der Präsenz von Aufständischen, aber auch von Drogenbanden, als die unsicherste im ganzen Land.

Die Iranische Revolutionsgarde («Pashdaran») ist eine militärische Spezialeinheit der Armee, deren Aufgabe die Überwachung der Regimetreue der Bürger ist. Ihre Arbeitsweise ähnelt der einer Geheimpolizei. So hat sie auch während der Demonstrationen nach den Präsidentenwahlen diesen Frühling die Opposition in Schach zu halten versucht. Die Pashdaran wurden vom Revolutionsführer Ayatollah Khomeini 1979 gebildet und gelten in den USA als terroristische Vereinigung. (oku/sda/ap/)

Erstellt: 18.10.2009, 14:34 Uhr

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