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Moussavi ändert seine Taktik
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Mehrere hochrangige Parlamentsabgeordnete hätten am Mittwoch Moussavi sowie den früheren Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsanjani getroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.
Moussavi und Rafsanjani hätten den Wunsch geäussert, den Konflikt um die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad beizulegen, sagte der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses des Parlaments, Aladdin Burujerdi.
Erstes Treffen
Es war das erste Treffen Moussavis mit Offiziellen seit Beginn der Massenproteste gegen das Wahlergebnis vor fast zwei Wochen, bei denen bisher mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen sind. Moussavi wirft Ahmadinejad Wahlbetrug vor und verlangt eine Wiederholung des Urnengangs, was das ultra-konservative Lager strikt ablehnt.
Karoubi sagt Demonstration ab
Nach den gewaltsam niedergeschlagenen Protesten der vergangenen Tage wagen sich im Iran inzwischen immer weniger Menschen auf die Strasse. Am Mittwochabend versammelten sich laut Augenzeugen zunächst nur etwa 200 Demonstranten vor dem Parlament, um gegen den umstrittenen Sieg Ahmadinejads bei der Präsidentenwahl vom 12. Juni zu protestieren.
Auch der ebenfalls unterlegene Reformator Mehdi Karubi hat den für Donnerstag geplanten Trauermarsch in Teheran abgesagt. Laut der Internetseite von Karoubis Partei soll der Trauermarsch zum Gedenken an die Toten bei den Demonstrationen nun in der kommenden Woche stattfinden.
Obama lädt Iraner aus
In den USA hat derweil Barack Obama eine Einladung an iranische Diplomaten zur Teilnahme an den amerikanischen Unabhängigkeitsfeiern am 4. Juli zurückgezogen. Angesichts der jüngste Ereignisse bei den Demonstrationen in der Islamischen Republik sei ihre Anwesenheit nicht mehr erwünscht, sagte am Dienstag ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington. Ohnehin habe kein Iraner zugesagt.
Es war das erste Mal seit drei Jahrzehnten, dass die USA die iranischen Diplomaten zu den weltweiten Feiern in US-Botschaften eingeladen hatten. Die Geste war Teil von Präsident Barack Obamas Versuch, nach seinem Amtsantritt auf den Erzfeind zuzugehen. (oku/sda/ap)
Erstellt: 25.06.2009, 11:37 Uhr
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